Mantelsack

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Mantelsack (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Mantelsack

die Mantelsäcke

Genitiv des Mantelsackes
des Mantelsacks

der Mantelsäcke

Dativ dem Mantelsack
dem Mantelsacke

den Mantelsäcken

Akkusativ den Mantelsack

die Mantelsäcke

Worttrennung:
Man·tel·sack, Plural: Man·tel·sä·cke

Aussprache:
IPA: [ˈmantl̩ˌzak]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:
[1] Tasche in der Oberbekleidung
[2] Reisetasche (auf Pferden)

Herkunft:
Determinativkompositum aus den Substantiven Mantel und Sack

Synonyme:
[1] Manteltasche

Beispiele:
[1] „Im Gedränge bekommen viele nicht mit, dass ihnen Handys oder Geldtaschen aus dem Mantelsack gestohlen werden.“[1]
[1] „Die rechte Hand steckt - eher nachlässig als lässig - im Mantelsack, die linke zerknüllt die Kopfbedeckung.“[2]
[1] „Wie das Berufungsgericht bereits zutreffend ausgeführt hat, können die Schlüssel auch an einem anderen belebten Ort aus dem Mantelsack gestohlen werden (zB Einkaufszentrum) und kann auch der Dieb bereits im vorhinein beobachtet haben, wo das spätere Opfer sein Fahrzeug abstellte.“[3]
[1] „Ich griff in den Mantelsack, sagte: »Da hast, schenk ich dir zu Weihnachten«, und überreichte dem Schurli das Geduldsspiel.“[4]
[2] „Verblüfft über diesen Vorschlag, ließ Efix sich noch etwas nötigen, lud seinen Mantelsack schließlich auf das Pferd, das wie eingeschlafen zu sein schien, schwang sich dann selber hinter Don Pedro auf die Kruppe und versuchte sich so leicht wie möglich zu machen.“[5]
[2] „Der Mantelsack war schnell gepackt, den er wollte liegen lassen, keinen Brief schrieb er dazu, nur mit wenig Worten sollte sein Ausbleiben vom Tisch, vielleicht auch vom Abend, durch den Reitknecht entschuldigt werden, den er ohnehin aufwecken mußte.“[6]
[2] „Der alle seine Staaten mit sich führt
Im Mantelsack, lebt bloß vom Körbeholen.“[7]
[2] „Marthe band den Mantelsack zu und reichte ihn Jakob. »Wir müssen weiter, wenn wir noch vor Einbruch der Dunkelheit einen Schlafplatz finden wollen.« Jakob schulterte den Mantelsack.“[8]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2] Wikipedia-Artikel „Mantelsack
[(1), 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mantelsack
[*] canoonet „Mantelsack
[(1)] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Mantelsack
[2] Duden online „Mantelsack
[2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Mantelsack
[2] Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen. Zweyte, vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig 1793–1801 „Mantelsack

Quellen:

  1. Taschendiebstähle. In: tirol. ORF, 11. April 2012, abgerufen am 23. März 2016.
  2. Wolfgang Weisgram: Good bye, Lenin. In: Der Standard digital. 5. September 2014 (URL, abgerufen am 21. Juni 2017).
  3. Erkenntnis des österreichischen Obersten Gerichtshofs vom 12. Dezember 1996
  4. Christine Nöstlinger: Fröhliche Weihnachten, liebes Christkind. S. Fischer, 2015 (Zitiert nach Google Books)
  5. Grazia Deledda: Schilf im Wind. Manesse, Zürich 1995 (übersetzt von Bruno Goetz), Seite 95
  6. Johann Wolfgang von Goethe: Goethes Werke. Einundzwanzigster Band, Cotta, Stuttgart und Tübingen 1830, Seite 151 (Zitiert nach Google Books)
  7. Friedrich Schiller: Turandot. In: Schillers sämmtliche Werke. J.G. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1840, Seite 587 (Zitiert nach Google Books)
  8. Franziska Gehm: Das Hexenkraut. dtv, 2010 (Zitiert nach Google Books)