Kopftuchmädchen

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Kopftuchmädchen (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Kopftuchmädchen

die Kopftuchmädchen

Genitiv des Kopftuchmädchens

der Kopftuchmädchen

Dativ dem Kopftuchmädchen

den Kopftuchmädchen

Akkusativ das Kopftuchmädchen

die Kopftuchmädchen

[1] ein Kopftuchmädchen

Worttrennung:

Kopf·tuch·mäd·chen, Plural: Kopf·tuch·mäd·chen

Aussprache:

IPA: [ˈkɔp͡ftuːxˌmɛːtçən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kopftuchmädchen (Info)

Bedeutungen:

[1] meist abwertend: weibliche Person in einem Alter zwischen 2 und 18 Jahren, welche (aus religiösen Gründen) ein Kopftuch trägt

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Kopftuch und Mädchen

Oberbegriffe:

[1] Mädchen

Beispiele:

[1] „Eine klare Absage auch an Alice Schwarzer, die sich hinsichtlich des Problems Integration weit aus dem Fenster lehnt. Letztlich aber scheitert sie schon an der dezimierten Hülle und Fülle des Stoffes der kleinen ‚Kopftuchmädchen‘.“[1]
[1] „Die sarrazinschen Kopftuchmädchen sind nur ein populistischer Begriff. Auch das Fertilitätsverhalten in der zweiten Generation von Migranten ähnelt mehr dem der Deutschen als dem der eingewanderten Elterngeneration. Türkische Mütter bekommen wesentlich später und deutlich seltener Nachwuchs – 12.607 Babys im Jahr 2013. 1991 waren es noch 43.971 Neugeborene.“[2]
[1] „Neid auf mehr Freiheiten ist der Grund für Gewalt an einer Neuköllner Schule: Kopftuchmädchen gehen auf blonde Schülerinnen los […] Die Kopftuchdebatte bekommt in Neukölln eine neue, brutale Dimension: Kopftuchmädchen gehen plötzlich auf andere, vorzugsweise blonde Schülerinnen los.“[3]
[1] „Alle sind blass vor Aufregung an diesem Morgen, nicht nur die Kopftuchmädchen.[4]
[1] „Ein SPIEGEL-Artikel über den Kopftuchstreit in Frankreich wird mit einem Foto illustriert, das aus dem Schultor strömende Schülerinnen und Schüler zeigt, vorneweg zwei Kopftuchmädchen.[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kopftuchmädchen
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKopftuchmädchen
[1] Duden online „Kopftuchmädchen

Quellen:

  1. Ursula Pidun: Kopftuchmädchen – Stoff aus dem die Ängste sind. In: Spreezeitung. 27. Dezember 2014, abgerufen am 17. Juli 2015.
  2. Freia Peters: Warum Deutschtürkinnen öfter die Scheidung wagen. In: Welt Online. 6. Juli 2015, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 17. Juli 2015).
  3. Berliner-Kurier: Neid auf mehr Freiheiten ist der Grund für Gewalt an einer Neuköllner Schule: Kopftuchmädchen gehen auf blonde Schülerinnen los, 22. Juni 2004
  4. Die Zeit: Türkei: Republik contra Religion, 10. August 2006
  5. Irmgard Pinn, Marlies Wehner: EuroPhantasien: Die islamische Frau aus westlicher Sicht. Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, 1995