Konfixkompositum

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Konfixkompositum (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural 1 Plural 2

Nominativ das Konfixkompositum

die Konfixkomposita die Konfixkompositen

Genitiv des Konfixkompositums

der Konfixkomposita der Konfixkompositen

Dativ dem Konfixkompositum

den Konfixkomposita den Konfixkompositen

Akkusativ das Konfixkompositum

die Konfixkomposita die Konfixkompositen

Anmerkung:

Der Plural 2 wird seltener verwendet.

Worttrennung:

Kon·fix·kom·po·si·tum, Plural 1: Kon·fix·kom·po·si·ta, Plural 2: Kon·fix·kom·po·si·ten

Aussprache:

IPA: [kɔnˈfɪkskɔmˌpoːzitʊm]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Kompositum, an dem mindestens zwei Konfixe beteiligt sind.

Herkunft:

Determinativkompositum aus Konfix und Kompositum

Synonyme:

[1] Rekompositum

Gegenwörter:

[1] Ableitung

Oberbegriffe:

[1] Wortbildung

Beispiele:

[1] "Biblio-thek" ist ein Konfixkompositum aus den Konfixen "biblio-" und "-thek".
[1] „Wortbildungskonstruktionen mit Konstituenten, die im Deutschen nicht frei als Grundmorpheme vorkommen und auch nicht als Varianten wie unter 3) betrachtet werden können, sind Konfixkomposita.[1]
[1] „Deutliche Besonderheiten zeigen dagegen die Konfixkomposita.[2]
[1] „Der dritte Typ von Konfixkompositum enthält Konfixe sowohl im Erst- als auch im Zweitglied, zum Beispiel Bibliothek.“[3]
[1] „Im Vergleich zum nominalen Konfix-Kompositum nutzen Sprecherschreiber diese Möglichkeit allerdings eher selten.“[4]
[1] „Im Gegensatz dazu kann die Struktur der im Lehnwortschatz so häufigen Konfixkomposita nicht auf diese Art und Weise verdeutlicht werden.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Helmut Glück (Herausgeber): Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005, ISBN 978-3-476-02056-7, Stichwort: „Konfixkompositum“.

Quellen:

  1. Wolfgang Fleischer, Irmhild Barz: Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. 2. Auflage. Niemeyer, Tübingen 1995, Seite 67. ISBN 3-484-10682-4.
  2. Duden. Die Grammatik. 7., völlig neu erarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag: Mannheim/ Leipzig/ Wien/ Zürich 2005, Seite 692. ISBN 3-411-04047-5.
  3. Peter Eisenberg: Das Fremdwort im Deutschen. 2., überarbeitete Auflage. de Gruyter, Berlin/New York 2012, ISBN 978-3-11-028841-4, Seite 310. Abkürzung aufgelöst, kursiv gedruckt: Bibliothek.
  4. Elke Donalies: Die Wortbildung des Deutschen. Ein Überblick. Narr, Tübingen 2002, ISBN 3-8233-5157-5, Seite 82.
  5. Renata Szczepaniak: Der phonologisch-typologische Wandel des Deutschen von einer Silben- zu einer Wortsprache. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-019274-2, Seite 307.