Heuer

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Heuer (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Heuer die Heuern
Genitiv der Heuer der Heuern
Dativ der Heuer den Heuern
Akkusativ die Heuer die Heuern

Worttrennung:

Heu·er, Plural: Heu·ern

Aussprache:

IPA: [ˈhɔɪ̯ɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Heuer (Info)
Reime: -ɔɪ̯ɐ

Bedeutungen:

[1] Lohn der Seeleute
[2] Einstellung als Mitglied der Schiffsbesatzung

Herkunft:

von niederdeutsch hüre, im Hochdeutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Gehalt, Lohn

Oberbegriffe:

[1] Einkommen

Beispiele:

[1] „Er sagte, er sei sehr zufrieden mit der Treue und Tüchtigkeit der Leute, die jetzt noch dageblieben waren, und zu ihrer Ermutigung wolle er die Heuer der von Bord Gegangenen unter sie aufteilen lassen; er sei sehr froh, daß das Schiff nun frei sei von einem so meuterischen Haufen, der keinerlei Grund habe, aufsässig zu werden.“[2]
[1] „Das Ableben von Besatzungsmitgliedern sparte den Eignern sogar Geld ein, weil sie diesen ja keine Heuer mehr zahlen mussten.“[3]
[2] „In Amsterdam bekam er eine Heuer auf der Thin Lizzi, die Kohle von Newcastle nach Amsterdam transportierte.“[4]

Wortbildungen:

heuern

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Heuer
[1] Wikipedia-Artikel „Heuer (Schifffahrt)
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Heuer
[*] canoo.net „Heuer
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonHeuer
[1, 2] The Free Dictionary „Heuer
[1, 2] Duden online „Heuer

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Heuer“, Seite 410.
  2. Daniel Defoe: Das Leben, die Abenteuer und die Piratenzüge des berühmten Kapitän Singleton. Verlag Neues Leben, Berlin 1985, ISBN -, Seite 19.
  3. Robert Harms: Das Sklavenschiff. Eine Reise in die Welt des Sklavenhandels. C. Bertelsmann Verlag, ohne Ort 2004, ISBN 3-570-00277-2, Seite 401.
  4. Jóanes Nielsen: Die Erinnerungen. Roman. btb Verlag, München 2016, ISBN 978-3-442-75433-5, Seite 258. Original in Färöisch 2011, Übersetzung der dänischen Ausgabe von 2012. Kursiv gedruckt: Thin Lizzi.