Enklave

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Enklave (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Enklave die Enklaven
Genitiv der Enklave der Enklaven
Dativ der Enklave den Enklaven
Akkusativ die Enklave die Enklaven
[1] C ist eine Enklave in A.

Worttrennung:

En·kla·ve, Plural: En·kla·ven

Aussprache:

IPA: [ɛnˈklaːvə], Plural: [ɛnˈklaːvn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -aːvə

Bedeutungen:

[1] vom eigenen Gebiet umschlossener Teil eines fremden Gebiets

Herkunft:

im 19. Jahrhundert von französisch enclave → fr entlehnt, Substantiv zum Verb enclaver → fr „einschließen“[1]

Gegenwörter:

[1] Exklave

Beispiele:

[1] Baarle-Hertog in eine belgische Enklave in den Niederlanden.
[1] Lesotho ist eine Enklave in Südafrika, wird also vollständig von seinem einzigen Nachbarland umschlossen.[2]
[1] Das Bundesland Berlin ist eine Enklave im Bundesland Brandenburg.
[1] „Über Jahrhunderte spielte die frühere Enklave des Fürstbistums Mainz eine kirchliche und staatliche Sonderrolle zwischen Hannover und Erfurt-Weimar.“[3]
[1] „So war die Provinz erneut zu einer deutschen Enklave im Osten geworden.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Enklave
[1] Duden online „Enklave
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Enklave
[1] canoo.net „Enklave
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonEnklave

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Enklave“, Seite 246.
  2. Wikipedia-Artikel „Lesotho
  3. Stefan Koch: Eichsfeld-Landrat stößt Debatte an. In: Eichsfelder Tageblatt. Nummer 45, 23. Februar 2013, Seite 9.
  4. Jurij Kostjaschow: Am Schnittpunkt dreier Welten. In: Als die Deutschen weg waren. Was nach der Vertreibung geschah: Ostpreußen, Schlesien, Sudetenland. 6. Auflage. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2013, ISBN 978-3-499-62204-5, Seite 283-309, Zitat Seite 287.