Doppelmoral

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Doppelmoral (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Doppelmoral
Genitiv der Doppelmoral
Dativ der Doppelmoral
Akkusativ die Doppelmoral

Worttrennung:

Dop·pel·mo·ral, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈdɔpl̩moˌʀaːl]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Haltung von Personen, bei denen die bekundeten moralischen Vorstellungen im Widerspruch zum tatsächlichen Verhalten stehen

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Stamm des Wortes doppelt und Moral

Sinnverwandte Wörter:

[1] Heuchelei, Scheinheiligkeit

Oberbegriffe:

[1] Moral

Beispiele:

[1] „Ich fragte mich, warum ich immer in solche Situationen gerate, in denen ich auf eine ernüchternde Art und Weise mit meinen eigenen Schwächen und der Doppelmoral meiner Landsleute konfrontiert werde.“[1]
[1] „Und genau darin liegt die Verlogenheit dieser Doppelmoral.“[2]
[1] „Was uns heute als unbegreifliches Beispiel für georgianische Doppelmoral erscheint, war für Männer wie Kommodore Phillip und Minster Sydney völlig normal.“[3]
[1] „Fast alle Besucher prangerten die Doppelmoral der Amerikaner an, die stolz ihre Gleichheitsprinzipien präsentierten, deren Ökonomie in den Südstaaten aber zum größten Teil auf Sklavenarbeit basierte.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Doppelmoral
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Doppelmoral
[1] canoo.net „Doppelmoral
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonDoppelmoral
[1] The Free Dictionary „Doppelmoral

Quellen:

  1. Hamed Abdel-Samad: Mein Abschied vom Himmel. Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland. Knaur Taschenbuch Verlag, München 2010, Seite 141. ISBN 978-3-426-78408-2.
  2. Luigi Brogna: Das Kind unterm Salatblatt. Geschichten von meiner sizilianischen Familie. 7. Auflage. Ullstein, Berlin 2010, ISBN 978-3-548-26348-9, Seite 287
  3. Siân Rees: Das Freudenschiff. Die wahre Geschichte von einem Schiff und seiner weiblichen Fracht im 18. Jahrhundert. Piper, München/Zürich 2003, ISBN 3-492-23999-4, Seite 56f.
  4. Geert Mak: Amerika!. Auf der Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Siedler, München 2013, ISBN 978-3-88680-0023-6, Seite 174.