Deklarationsfunktion

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Deklarationsfunktion (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Deklarationsfunktion

die Deklarationsfunktionen

Genitiv der Deklarationsfunktion

der Deklarationsfunktionen

Dativ der Deklarationsfunktion

den Deklarationsfunktionen

Akkusativ die Deklarationsfunktion

die Deklarationsfunktionen

Worttrennung:

De·kla·ra·ti·ons·funk·ti·on, Plural: De·kla·ra·ti·ons·funk·ti·o·nen

Aussprache:

IPA: [deklaʁaˈt͡si̯oːnsfʊŋkt͡si̯oːn]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Deklarationsfunktion (Info)

Bedeutungen:

[1] Textlinguistik: Intention der Texte, deren dominierende Textfunktion darin besteht, dass eine neue Wirklichkeit entsteht.

Gegenwörter:

[1] Informationsfunktion, Appellfunktion, Obligationsfunktion, Kontaktfunktion

Beispiele:

[1] Die Deklarationsfunktion ist die dominierende Textfunktion in Textklassen wie Ernennungsurkunden, Kriegserklärungen, Taufen, die dann, wenn die situativen Bedingungen zutreffen, für den Empfänger eine neue Wirklichkeit begründen.
[1] „Neben den expliziten sprachlichen Formen sind es vor allem auch bestimmte Textüberschriften (wie Testament, Urkunde, Bescheinigung, Vollmacht usw.), die auf die Deklarationsfunktion verweisen.“[1]
[1] „Neben dieser sprachlichen Form sind es vor allem auch signifikante Textüberschriften (z.B. Testament, Urkunde), die auf die Deklarationsfunktion verweisen.“[2]
[1] „Poetische, Obligations- und Deklarationsfunktion werden dagegen sehr knapp und nur der Vollständigkeit halber abgehandelt.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1]

Quellen:

  1. Klaus Brinker: Linguistische Textanalyse. Eine Einführung in Grundbegriffe und Methoden. 5., durchgesehene und ergänzte Auflage. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2001, S. 124, im Abschnitt Deklarationsfunktion. ISBN 3-503-04995-9
  2. Heike Mayer, Verena Ecker, Christiana Leitner, Georg Obermaier, Jessica Pachlatko, Philipp Pum und Julia Riedler: Leitfragen zur Rhetorischen Textanalyse
  3. PETER PASCHKE: Rezension