Berberisch

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Berberisch (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular 1 Singular 2 Plural
Nominativ (das) Berberisch das Berberische
Genitiv (des) Berberisch
(des) Berberischs
des Berberischen
Dativ (dem) Berberisch dem Berberischen
Akkusativ (das) Berberisch das Berberische

Anmerkung:

Die Form „das Berberische“ wird nur mit bestimmtem Artikel verwendet. Die Form „Berberisch“ wird sowohl mit als auch ohne bestimmten Artikel verwendet.

Worttrennung:
Ber·be·risch, Singular 2: das Ber·be·ri·sche

Aussprache:
IPA: [ˈbɛʁbəʁɪʃ], Singular 2: [ˈbɛʁbəʁɪʃə]
Hörbeispiele: —, —

Bedeutungen:
[1] in Nordafrika vorwiegend in isolierten Rückzugsgebieten vorkommende Sprachfamilie innerhalb der afroasiatischen Sprachen, die in sehr viele Sprachen und Dialekte (Tamaschek, Schilh, Zenaga) untergliedert ist und die nach zumeist älteren Quellen bisweilen auch als eine in zahlreiche Dialekte gegliederte afroasiatische Einzelsprache betrachtet wird

Beispiele:
[1] „Viele Barabra sprechen neben ihrer Muttersprache auch das Arabische, aber nur sehr wenig Araber halten es ihrer würdig, das Berberische zu erlernen.“[1]
[1] „Es finden sich keine Belege für dessen Gebrauch in Situationen, in denen keiner der Gesprächsteilnehmer Berberisch als Erstsprache spricht.“[2]
[1] „Abgesehen von der hier zutage tretenden Mythisierung und von der Abwesenheit des Code-Switching stellt die ‚Enquête‘ die Funktionen der einzelnen Sprachen des Maghreb Französisch, Dialektarabisch und Hocharabisch, sowie Berberisch mit großer Präzision (und gleichmäßig verteilter Ironie) dar.“[3]
[1] „Rössler zufolge ist das heute gesprochene Berberisch in seiner Morphologie so konservativ, daß die Jahrtausende fast spurlos daran vorübergegangen zu sein scheinen.“[4]
[1] „Die Muttersprache Choukris ist Berberisch, und zwar die Varietät des Rif, Tarifit.“[5]
[1] „So existieren bisher auch weder eine standardisierte Form des Berberischen noch eine einheitliche Methode der Verschriftlichung.“[6]
[1] „Vor der Ankunft arabisch sprechender Ethnien war Berberisch die Sprache der einheimischen Bevölkerung.“[7]
Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag »Berbersprache« unter der Bedeutung [1].
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.
Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Hadumod Bußmann (Hrsg.), unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer: Lexikon der Sprachwissenschaft. 4., durchgesehene und bibliografisch ergänzte Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7, DNB 990483797, Seite 121.
[1] Wikipedia-Artikel „Berberisch

Quellen:

  1. Heinrich Berghaus: Die Völker des Erdballs. Nach ihrer Abstammung und Verwandtschaft, und ihren Eigenthümlichkeiten in Regierungsform, Religion, Sitte und Tracht. Zweiter Band, Carl Muquardt, Brüssel/Leipzig 1847, Seite 65 (Zitiert nach Google Books).
  2. Helma Pasch: Standardisierung internationaler afrikanischer Verkehrssprachen. Westdeutscher Verlag, Opladen 1994, ISBN 3-531-03249-6, Seite 38 (Zitiert nach Google Books).
  3. Martin-Dietrich Gleßgen: Französisch in der maghrebinischen Literatur – Driss Chraïbi: Une enquête au pays. In: Wolfgang Dahmen, Günter Holtus, Johannes Kramer, Michael Metzeltin, Wolfgang Schweickard, Otto Winkelmann (Herausgeber): Schreiben in einer anderen Sprache. Zur Internationalität romanischer Sprachen und Literaturen. Romanistisches Kolloquium XIII. Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5114-1, ISSN 0564-7959, Seite 233 (Zitiert nach Google Books).
  4. Elfriede Storm: MASSINISSA. Numidien im Aufbruch. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-515-07829-0, Seite 193 (Zitiert nach Google Books).
  5. Ulrich Mehlem: Die Inszenierung von Mündlichkeit in Mohammed Choukris Roman „Das nackte Brot“. In: Michael Bommes, Christina Noack, Doris Tophinke (Herausgeber): Sprache als Form. Festschrift für Utz Maas zum 60. Geburtstag. 1. Auflage. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2002, ISBN 3-531-13891-x, Seite 113 (Zitiert nach Google Books).
  6. Barbara Wenger: Lotos, Hand und zweimal Mond. Zu Kardinalzahlen und ihren Systemen in afroasiatischen Sprachen. 1. Auflage. Books on Demand, Wiesbaden 2002, ISBN 978-3-8311-4116-6, Seite 75 (Zitiert nach Google Books).
  7. Dauda Abubakar: Algerien. In: Wolfgang Gieler (Herausgeber): Handbuch der Ausländer- und Zuwanderungspolitik. Von Afghanistan bis Zypern. LIT Verlag, Münster/Hamburg/London 2003, ISBN 978-3-8258-6444-6, Seite 27 (Zitiert nach Google Books).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: berberisch