Klitsche

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[Bearbeiten] Klitsche (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, f

Kasus Singular Plural
Nominativ die Klitsche die Klitschen
Genitiv der Klitsche der Klitschen
Dativ der Klitsche den Klitschen
Akkusativ die Klitsche die Klitschen

Worttrennung:

Klit·sche, Plural: Klit·schen

Aussprache:

IPA: [ˈklɪʧə], Plural: [ˈklɪʧn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: im 19. Jhd. für einen ärmlichen kleinen Betrieb oder Bauernhof genutzt, aber auch Schmierentheater wurde damit bezeichnet. Heute meist benutzt für kleine Betriebe aller Art, u. a. für kleinere Softwarefirmen, die kleinere Softwarelösungen anbieten und weniger Marktpräsenz besitzen. Diese werden dann - in der Regel mit negativem Beiklang - als Softwareklitsche bezeichnet

Herkunft:

seit dem 19. Jahrhundert bezeugt; Herkunft unsicher; eventuell aus polnisch: kleć = „armseliges Haus“; alternativ mit klitschen verwandt [1][2]

Gegenwörter:

[1] Großbetrieb, Großunternehmen

Oberbegriffe:

[1] Kleinbetrieb, Betrieb

Unterbegriffe:

[1] Softwareklitsche

Beispiele:

[1] Er betreibt zwar nur eine Klitsche, hat aber ein interessantes Angebot.
[1] „Die erste wurde im Egan Cañon errichtet, war eine unbedeutende kleine Klitsche, und gegenüber einigen später in Virginia City und in anderen Orten erbauten riesigen Hütten nahm sie sich ziemlich kläglich aus.“[3]

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Alemannisch:
  • Bairisch:

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Klitsche
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Klitsche
[1] canoo.net „Klitsche
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKlitsche
[1] The Free Dictionary „Klitsche
[1] Duden online „Klitsche

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 415, Eintrag „klitschen“.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 498.
  3. Mark Twain: Durch dick und dünn. Insel, Frankfurt/Main 1985, Seite 250. ISBN 3-485-32531-X. Das englische Original Roughing It ist 1872 zuerst erschienen.

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