unzukömmlich

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unzukömmlich (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
unzukömmlich
Alle weiteren Formen: Flexion:unzukömmlich

Worttrennung:

un·zu·kömm·lich, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ˈʊnt͡suˌkœmlɪç]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] nicht den Erfordernissen entsprechend
[2] nicht guten Gewissens zulässig
[3] Schweiz:  Für diese Bedeutung fehlt noch eine Definition.

Sinnverwandte Wörter:

[1] unzulänglich
[2] unzumutbar
[3] unbekömmlich

Beispiele:

[1] „Zum Beispiel wäre es denkbar, daß [ein Volk] von Kraft und Gesundheit nur so strotzte und dennoch mit sich selbst und dem allgemeinen Weltzustande in einem so tiefen Zwiespalt legte, daß es sich aus dem beinahe geglückten, aber innerlich unzukömmlichen Versuch, zum Herrn und Meister dieses Weltzustandes emporzusteigen, eine Niederlage von nie dagewesenen Ausmaßen bereitete, – eine Niederlage, für die das Beiwort »katastrophal« beinahe Beschönigung wäre; […]“[1]
[2] „Sonach wäre die Ungerechtigkeit, im Falle sie durch die bloße Erbarmung vergeben würde, freier als die Gerechtigkeit, was doch sehr unzukömmlich scheint.“[2]
[2] „Geht man von dieser typischen Geschäftsgrundlage bei Übergabsverträgen aus, so kann auch eine Erklärung des Übergebers, selbst bei Vorliegen wichtiger Gründe in der Ausgedingewohnung zu bleiben und an Stelle der gemeinsamen Verpflegung Naturalien zu beziehen, nur für jene Fälle gelten, in denen die bedungene Rechtsfolge ausreicht, um durch Verringerung der Berührungspunkte ein unzukömmlich gewordenes Zusammenleben der Vertragspartner erträglich zu gestalten.“[3]
[3]

Wortbildungen:

Unzukömmlichkeit

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „unzukömmlich
[*] canoonet „unzukömmlich
[1–3] Duden online „unzukömmlich

Quellen:

  1. Thomas Mann: Essays II 1914-1926. S. Fischer, 2009 (Zitiert nach Google Books)
  2. Anselm von Canterbury: Warum Gott Mensch geworden – Über die Menschwerdung Gottes. 2. Auflage. e-artnow, 2014 (übersetzt von Wilhelm Schenz) (Zitiert nach Google Books)
  3. Spruch des österreichischen Obersten Gerichtshofs vom 30. Jänner 1980