binnendeutsch

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binnendeutsch (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
binnendeutsch
Alle weiteren Formen: Flexion:binnendeutsch

Worttrennung:

bin·nen·deutsch, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ˈbɪnənˌdɔɪ̯t͡ʃ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] sich auf das Innere Deutschlands beziehend

Herkunft:

Determinativkompositum aus binnen und deutsch

Gegenwörter:

[1] schweizerdeutsch

Beispiele:

[1] „Ihre Sprache ähnelte der österreichischen Sprachvariante mehr als der binnendeutschen Variante, wenngleich sie auch mit dieser nicht ganz identisch war.“[1]
[1] „Vor dieser Zeit war die binnendeutsche Sprachlandschaft durch eine funktionale Zweiteilung gekennzeichnet: Geschrieben (und laut gelesen bzw. im offiziellen Verkehr, etwa auf Ämtern oder bei Gericht, schriftreif formuliert) wurde in der Standardsprache, gesprochen im örtlichen oder regionalen Dialekt.“[2]
[1] „Das Nord-Süd-Gefälle, das patriotische Bayern schon bei der Bildung, bei der wirtschaftlichen Effizienz und in noch ein paar Sparten für gegeben, um nicht zu sagen für gottgegeben halten, kann man auch bei der binnendeutschen Wanderung gut erkennen.“[3]
[1] „In den Massenmedien (v.a. im Fernsehen und in der Werbung) überwiegt der binnendeutsche, eher nördlich geprägte Sprachgebrauch.“[4]

Wortbildungen:

Binnendeutsch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „binnendeutsch
[*] canoonet „binnendeutsch
[1] Duden online „binnendeutsch

Quellen:

  1. Vlasta A. Lopuchovská: Deutsch als Fremdsprache in Tschechien. In: Der Sprachdienst. Nummer Heft 6, 2012, Seite 265-272, Zitat Seite 266.
  2. Heinrich J. Dingeldein: Deutsch in Deutschland. In: Konturen. Magazin für Sprache, Literatur und Landschaft. Nummer Heft 1, 1992, Seite 29-33, Zitat Seite 29.
  3. Hermann Unterstöger: Das zuagroaste Kompliment. In: sueddeutsche.de. 17. Mai 2010, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 13. März 2016).
  4. Heinz-Dieter Pohl: Eine „österreichische“ Sprache gibt es nicht. In: DiePresse.com. 9. Juli 2014, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 13. März 2016).