Umschweif

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Umschweif (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Umschweif

die Umschweife

Genitiv des Umschweifes
des Umschweifs

der Umschweife

Dativ dem Umschweif
dem Umschweife

den Umschweifen

Akkusativ den Umschweif

die Umschweife

Anmerkung:

Das Wort wird fast nur noch im Plural verwendet.

Worttrennung:

Um·schweif, Plural: Um·schwei·fe

Aussprache:

IPA: [ˈʊmˌʃvaɪ̯f]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Umschweif (Info)

Bedeutungen:

[1] umständliches Verhalten, übertriebene Ausführlichkeit

Herkunft:

mittelhochdeutsch umbesweif „hin- und hergehende Bewegung, Kreisbewegung, Umhüllung, Abirrung, Ausdehnung“, althochdeutsch umbisweif „Lendenschurz“, belegt seit dem 11. Jahrhundert; heutige Bedeutung seit dem 16. Jahrhundert. Die Ableitung althochdeutsch umbisweift „Lendenschurz“ tritt bereit seit dem 9. Jahrhundert auf, mit der Bedeutung „Biegung, Windung“ seit der Zeit um 1000.[1]

Beispiele:

[1] „Sie hatte wenig Zeit, und ich überfiel sie ohne Umschweife mit meinem Anliegen.“[2]
[1] „Man könnte es auch ohne Umschweife als tragisch bezeichnen.“[3]

Redewendungen:

ohne Umschweife (Lautsprecherbild Audio (Info))

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Umschweif
[*] canoonet „Umschweif
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalUmschweif
[*] The Free Dictionary „Umschweif
[1] Duden online „Umschweif

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1995, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Schweif“.
  2. Michael Obert: Regenzauber. Auf dem Niger ins Innere Afrikas. 5. Auflage. Malik National Geographic, München 2010, ISBN 978-3-89405-249-2, Seite 206.
  3. Rainer Heuser: Ein einmaliger Kontakt. RAM-Verlag, Lüdenscheid 2019, ISBN 978-3-942303-83-5, Seite 46.