Staubfetzen

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Staubfetzen (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Staubfetzen

die Staubfetzen

Genitiv des Staubfetzens

der Staubfetzen

Dativ dem Staubfetzen

den Staubfetzen

Akkusativ den Staubfetzen

die Staubfetzen

Worttrennung:
Staub·fet·zen, Plural: Staub·fet·zen

Aussprache:
IPA: [ˈʃtaʊ̯pˌfɛt͡sn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Staubfetzen (Info)

Bedeutungen:
[1] zur wischenden Reinigung benutztes Textil
[2] kleines Schwebeteilchen

Herkunft:
Determinativkompositum aus den Substantiven Staub und Fetzen

Synonyme:
[1] Wischtuch

Sinnverwandte Wörter:
[2] Fussel

Beispiele:
[1] „Aber seine Macht reicht weit über Kehrbesen und Staubfetzen, er ist mächtiger als der Bürgermeister selbst; denn um Herrn Kowars vom Dienste zu dispensiren, ihm aber gleichzeitig Gehalt und Quartier sammt sonstigen Emolumenten zu belassen, würde nach der G.-Ord. nicht der Machtspruch des Bürgermeisters genügen; darüber müßte der große Ausschuß abstimmen.“[1]
[1] „Auguste hatte nichts gehört, sie stand, den Kehrbesen und einen Staubfetzen in der Hand, beim Fenster und las Wallensteins Tod.“[2]
[1] „Ja, Staubfetzen, Wischtücher, die, weil diese Leute in den Wohnungen ihre Möbel wie täglich um diese Zeit wischen und die Tücher aus den Fenstern schütteln, ausstauben.“[3]
[1] „Den aufgeregten Staub, welcher sich nach einiger Zeit an die Möbel ansetzt, wischt man mit einem trockenen und weichen Baumwoll- oder Seidentuche (Staubfetzen) ab und staubt dasselbe außerhalb der Wohnung gut aus.“[4]
[1] „Aus den dicht verbauten Regalen wieder Highways machen, über die der Staubfetzen flott dahingleiten kann?“[5]
[2] „Für einige Zeit studierte er die feinen Staubfetzen, die durch den fahlen Lichtstrahl tanzten, dann drehte er sich mit dem Rücken zur Schwester und schloss die Augen.“[6]
[2] „Rosie entschied sich für Dancing in My Dreams und befreite die Platte an ihrer Hose von Staubfetzen.“[7]
[2] „Staubfetzen wehten über den Weg, alles klapperte und quietschte.“[8]
[2] „Zugleich verstummte sein Schrei, und die letzten Reste, die aussahen wie Staubfetzen, sackten in sich zusammen.“[9]
[2] „Für einen Moment scheint «L’ange protecteur» durch die Halle zu fliegen, und die Staubfetzen schweben wie Schneeflocken auf den Boden. “[10]
[2] „Durch das Feuer, das in mir loderte, verkohlte es zu tausend kleinen Staubfetzen, die sich glitzernd auflösten noch bevor sie den Boden erreichten.“[11]
[2] „Das Innere dieser Wolke wurde ein dickes Grau; doch in den auswehenden Staubfetzen machte der Sonnenschein die aufgewirbelten Steinsplitterchen flimmern, so daß die ganze rennende Menge der Schafe umgeben war von einem Schimmer, ähnlich dem Geglitzer von vielen, winzigen Schneekristallen, die im Winde treiben.“[12]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Staubfetzen

Quellen:

  1. Neuer freier Wau-Wau. Brünn 1876, Seite 388 (Zitiert nach Google Books)
  2. Ossip Schubin: Staubfetzen. BoD – Books on Demand, 2017, Seite 50 (Google Books)
  3. Gert Jonke: Der ferne Klang. Residenz, 1979, Seite 128 (Zitiert nach Google Books)
  4. Karl Sander: Leitfaden der Haushaltungskunde. Buschak und Irrgang, Brünn 1872, Seite 134 (Zitiert nach Google Books)
  5. Erich Kocina: Der Fänger im Staub. In: DiePresse.com. 16. Dezember 2012, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 19. Juni 2017).
  6. Res Perrot: Tells Grab. Gmeiner, 2016 (Zitiert nach Google Books)
  7. Susan Wiggs, Maya Banks, Dorien Kelly, Jessica Bird: Sommer der Herzen. HarperCollins, 2013 (Zitiert nach Google Books)
  8. Marijn Backer: Das Jahr der Lügen. Urachhaus, 2014 (Zitiert nach Google Books)
  9. Jason Dark: Der Hexentöter. BASTEI, 2015 (Zitiert nach Google Books)
  10. Daniel Weber, Reto U. Schneider, Anja Jardine, Andreas Heller, Gudrun Sachse, Barbara Klingbacher: Kapitel 4: Last-Minute-Shopping. In: NZZOnline. Oktober 2010, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 18. Juni 2017).
  11. Sarah Wagner: Requiem der Nacht. epubli, 2012, Seite 209 (Zitiert nach Google Books)
  12. Ludwig Ganghofer: Die Trutze von Trutzberg. tredition, 2012, Seite 108 (Zitiert nach Google Books)