Sprachwandel

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Sprachwandel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Sprachwandel

die Sprachwandel

Genitiv des Sprachwandels

der Sprachwandel

Dativ dem Sprachwandel

den Sprachwandeln

Akkusativ den Sprachwandel

die Sprachwandel

Worttrennung:

Sprach·wan·del, Plural: Sprach·wan·del

Aussprache:

IPA: [ˈʃpʀaːχˌvandl̩]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Veränderung einer Sprache oder von Teilen der Sprache im Lauf der Zeit

Herkunft:

[1] Determinativkompositum aus dem Stamm von Sprache und Wandel

Sinnverwandte Wörter:

[1] Sprachentwicklung, Sprachgeschichte

Oberbegriffe:

[1] Sprache

Unterbegriffe:

[1] Bedeutungswandel, Lautwandel

Beispiele:

[1] Sprachwandel kann die ganze Sprache betreffen oder auch nur Teile von ihr. Ist die Grammatik von Veränderungen betroffen, handelt es sich bei dem Sprachwandel um grammatischen Wandel.
[1] Ob ein Ausdruck von Sprachwandel betroffen ist, hängt auch von seiner funktionalen Belastung ab.
[1] „Ein guter Teil des Sprachwandels besteht in dieser Abschleifung der Formen.“[1]
[1] „Kommunikationsbedürfnisse schaffen ständigen Sprachwandel.[2]
[1] „Die Junggrammatiker ließen somit den Sprachwandel von zwei Kräften beherrscht werden, den mit Naturnotwendigkeit herrschenden Lautgesetzen und der durchkreuzend von der Seele her eingreifenden Analogie, die freilich nur auftreten konnte, nicht mußte.“[3]
[1] „Sprachwandelphänomene werden in der Folge vorschnell als Fehler, die es grundsätzlich zu vermeiden gelte, stigmatisiert, und der Sprachwandel insgesamt wird als bedrohlicher Verfallsprozess wahrgenommen.“[4]

Wortbildungen:

[1] Sprachwandelforschung, Sprachwandelgesetz, Sprachwandelphänomen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Sprachwandel
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sprachwandel
[1] canoo.net „Sprachwandel
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSprachwandel

Quellen:

  1. Ludwig Reiners: Stilkunst. Ein Lehrbuch deutscher Prosa. Neubearbeitung von Stephan Meyer und Jürgen Schiewe, 2. Auflage. Beck, München 2004, Seite 185. ISBN 3-406-34985-4.
  2. Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Niemeyer, Tübingen 1992, Seite 78. ISBN 3-484-73002-1.
  3. Walter Porzig: Das Wunder der Sprache. Probleme, Methoden und Ergebnisse der modernen Sprachwissenschaft. Dritte Auflage. Francke, Bern/München 1962, S. 286.
  4. Andreas Corr: Über die konservative Traditionslinie populärer Sprach- und Stilratgeber. In: Sprachreport. Nummer Heft 1-2, 2013, Seite 13-18, Zitat Seite 13.