Abgeschiedenheit

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Abgeschiedenheit (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Abgeschiedenheit
Genitiv der Abgeschiedenheit
Dativ der Abgeschiedenheit
Akkusativ die Abgeschiedenheit

Worttrennung:

Ab·ge·schie·den·heit, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈapɡəˌʃiːdn̩haɪ̯t]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Abgeschiedenheit (Info)

Bedeutungen:

[1] Zustand, abgeschieden/für sich allein zu sein

Herkunft:

belegt in der Form Abgescheidenheit seit der Zeit um 1300[1]
Ableitung des Substantivs vom Adjektiv abgeschieden mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -heit

Synonyme:

[1] Einsamkeit, Isoliertheit

Beispiele:

[1] „Und wie gut war es zu wissen, dass ich jederzeit in die klösterliche Abgeschiedenheit des Hildegard-Kollegs entweichen konnte.“[2]
[1] „Die Inselbewohner lebten bis zum Zweiten Weltkrieg in relativer Abgeschiedenheit, bis schließlich Tausende von amerikanischen Soldaten in den Pazifikraum einfielen.“[3]
[1] „Viele Fragen, die mich vor dem Schlaganfall eher als Gedankenspiele gestreift hatten, wurden in der Abgeschiedenheit des Krankenzimmers elementar.“[4]
[1] „Nach den verwirrenden Bildern, den bestürzenden Begegnungen mit Anna und seinem Vater, die ihn nach seiner Ankunft in Atem gehalten hatten, war er in eine elfenbeinerne Abgeschiedenheit getaucht, als ginge ihn das Rätsel der Gegenwart nichts an.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Abgeschiedenheit
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Abgeschiedenheit
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Abgeschiedenheit
[*] The Free Dictionary „Abgeschiedenheit
[*] Duden online „Abgeschiedenheit
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalAbgeschiedenheit

Quellen:

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Abgeschiedenheit“, Abschnitt „Etymologie“.
  2. Ulla Hahn: Wir werden erwartet. Roman. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2017, ISBN 978-3-421-04782-3, Seite 116.
  3. Tony Horwitz: Cook. Die Entdeckung eines Entdeckers. Piper, München/Zürich 2006 (übersetzt von Heike Steffen), ISBN 978-3-492-24473-2, Seite 146. Englisches Original 2002.
  4. Joachim Meyerhoff: Hamster im hinteren Stromgebiet. Alle Tote fliegen hoch. Teil 5. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-00024-5, Seite 294.
  5. Hermann Kasack: Die Stadt hinter dem Strom. Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-39061-9, Seite 148. Entstanden in der Zeit 1942 – 1946.