Dogon

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Dogon (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Dogon
Genitiv des Dogon
Dativ (dem) Dogon
Akkusativ (das) Dogon

Anmerkung:

Die alleinstehende Bezeichnung „Dogon“ ist in der Literatur vergleichsweise selten zu finden. Eine Umschreibung wie die „Sprache der Dogon“ ist dagegen weitaus häufiger.[1][2][3][4][5]

Worttrennung:

Do·gon, kein Plural

Aussprache:

IPA: [], Plural: []
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] je nach Auffassung eine Niger-Kongo-Sprache mit mehreren Dialekten oder eine Gruppe aus bis zu zwanzig Sprachen, die vom gleichnamigen Volk gesprochen werden

Abkürzungen:

[1] ISO 639-2, sonstige Niger-Kongo-Sprachen: nic, ISO 639-3, verschiedene Dialekte: dba, dbg, dbu, dds, djm, dkl, dtk, dtm, dts, dtt

Oberbegriffe:

[1] Niger-Kongo-Sprache, Gursprache

Beispiele:

[1] „Wie viele andere afrikanische Sprachen, besitzt auch das Dogon komplexe Grußformeln, die selbst bei flüchtigen Begegnungen angewandt werden.“[6]
[1] „Auch in den Bozo-Varietäten Xanyaxo/Kelenga, Tieyaxo, Sorogaama und in Nicht-Mande-Sprachen wie Dogon, Senari (beides Gur-Sprachen) wird der Begriff ‚gara‘ bzw. ‚gala‘ zur Bezeichnung von Indigo verwendet.“[7]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Dogon (Sprache)
[1] Helmut Glück (Herausgeber): Metzler-Lexikon Sprache. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2010, ISBN 978-3-476-02335-3, DNB 1002407257, Seite 160

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Dogon die Dogon
Genitiv des Dogon der Dogon
Dativ dem Dogon den Dogon
Akkusativ den Dogon die Dogon

Worttrennung:

Do·gon, Plural: Do·gon

Aussprache:

IPA: [], Plural: []
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Angehöriger einer afrikanischen Ethnie, die in Mali und Burkina Faso lebt

Beispiele:

[1] „Die Zugehörigkeit zum jeweiligen Kollektiv bestimmt das gesamte Lebensgefühl des Dogon so stark, daß er mit dem Gefühl lebt und umgeht, in der Gruppe alles sagen zu können.“[8]
[1] „Bei den Dogon in Westafrika haben die Menschen beispielsweise sogar Schwierigkeiten, 'Ich' zu sagen. Ein Dogon der mit europäischen Forschern sprach, redete von sich in der Anredeform 'Du', mit der er, als er Französisch lernte, angeredet worden war.“[9]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Dogon
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonDogon

Quellen:

  1. „Muntu: Umrisse der neoafrikanischen Kultur“, Seite 28, Janheinz Jahn, E. Diederichs, 1958
  2. „Die Weissen denken zuviel: psychoanalytische Untersuchungen bei den Dogon in Westafrika“, Ausgabe 5, Paul Parin, Fritz Morgenthaler, Goldy Parin-Matthèy, Europäische Verlagsanstalt, 2006 ISBN 3434506020
  3. „Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Volume 15“, Universität zu Köln. Forschungsinstitut für Sozial- und Verwaltungswissenschaften, 1964
  4. „Von Arbeit und Menschen: überraschende Einblicke in das Arbeitsleben fremder Kulturen“, Seite 18, Herausgeber: Sabine Eylert, Ursula Bertels, Ursula Tewes, Waxmann Verlag, 2000 ISBN 389325837X
  5. „Nasara: Eine zauberhafte, verlorene Welt“, Seite 170, Hans J. Brewuer, BoD – Books on Demand, 2007 ISBN 3833483806
  6. Wikipedia-Artikel „Dogon (Sprache)
  7. „Kleidung und Kleidungspraktiken im Norden der Côte d'Ivoire: Geschichte und Dynamiken des Wandels vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart“, Seite 148, Kerstin Bauer, LIT Verlag Münster, 2007 ISBN 3825803015
  8. „Leben erzählen: von der Wiederbelebung einer Kulturtätigkeit in postmoderner Zeit“, Volume 317 von Internationale Hochschulschriften, Seite 329, Sabine Gieschler, Waxmann Verlag, 1999 ISBN 3893257780
  9. „Paradoxien des Ich: Beiträge zu einer subjektorientierten Pädagogik : Festschrift für Günther Bittner zum 60. Geburtstag“, Volume 7 von Sisyphos (Würzburg, Germany), Seite 180, Günther Bittner, Volker Fröhlich, Königshausen & Neumann, 1996 ISBN 382601295X