Böses im Schilde führen

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[Bearbeiten] Böses im Schilde führen (Deutsch)

[Bearbeiten] Redewendung

Worttrennung:

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] einen finsteren Plan hegen

Herkunft:

Ritter und Edelleute hatten im Mittelalter ihre Wappen und Zeichen auf Schild und Rüstung, so dass man in Schlachten und auch schon von weiten erkennen konnte, ob man es mit Freund oder Feind zu tun hatte.

Oberbegriffe:

[1] etwas im Schilde führen

Beispiele:

[1] Der Rattenfänger von Hameln
Wer ist der bunte Mann im Bilde,
Er führet Böses wohl im Schilde,
Er pfeift so wild und so bedacht;
Ich hätt mein Kind ihm nicht gebracht!
(Arnim, Des Knaben Wunderhorn, Der Rattenfänger von Hameln, z.n. Projekt Gutenberg)
[1] Er tat das, Meistgeliebte, um zu zeigen, dass sein Herz so weiß war wie die Birkenrinde, und dass er nichts Böses im Schilde führte; aber Taffi verstand es nicht ganz richtig. (Rudyard Kipling, Wie der erste Brief geschrieben wurde, z.n. Projekt Gutenberg)
[1] Der Hofmarschall war ein alter lebenslustiger, aufgeweckter Mann, die Kammerjunker muntre Jünglinge, die nicht im mindesten darnach aussahen, als führten sie Böses im Schilde. (E.T.A. Hoffmann, Die Elixiere des Teufels, Teil 1, z.n. Projekt Gutenberg)

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Hans Schemann: Pons – Deutsche Idiomatik. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1993. ISBN 3125177804. Seite 98
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