tandaradei

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tandaradei (Deutsch)[Bearbeiten]

Interjektion[Bearbeiten]

Worttrennung:

tan·da·ra·dei

Aussprache:

IPA: [tandaʁaˈdaɪ̯]
Hörbeispiele:
Reime: -aɪ̯

Bedeutungen:

[1] eine lautmalerische Nachahmung des Nachtigallengesangs; laut Lexer „nachahmung eines vogelschlags“[1]

Herkunft:

[1] Die refrainartige Zeile in dem mittelhochdeutschen Liebesgedicht Under der linden von Walther von der Vogelweide ist wohl zugleich seine meist zitierte. Das Wort taucht im gegenwärtigen Deutschen recht häufig als Name von Gruppen, Einrichtungen auf. Es ist auch in Duden. Aussprachewörterbuch verzeichnet.[2] Es fehlt aber in gängigen Wörterbüchern der deutschen Gegenwartssprache.

Beispiele:

[1]
Vor dem walde in einem tal,
tandaradei,
schône sanc diu nahtegal.
[3]
[1] „Die Interjektion tandaradei ist ein solches Wort, das auf Grund seiner Rarität bislang nicht im Duden verzeichnet steht (und dessen Aufnahme wohl auch nicht die Chance auf Verwirklichung hat) und deswegen nur wenigen Menschen – insbesondere aber Mediävisten und Liebhabern der mittelalterlichen Literatur – zugänglich ist.“[4]
[1] „Er endete laut Stern aber versöhnlich: ‚Doch sei die Sache, wie sie sei, ob Aue oder Heide, so grüß ich doch mit Tandaradei den Herrn der Vogelweide!‘“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Tandaradei

Quellen:

  1. Matthias Lexers mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. Siebenundreißigste Auflage, unveränderter Nachdruck. Hirzel, Stuttgart 1986, ISBN 3-7776-0423-2, Stichwort: tandaradei.
  2. Duden. Das Aussprachewörterbuch. 6., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Duden, Mannheim/ Leipzig/ Wien/ Zürich 2005. ISBN 3-411-04066-1
  3. Walther von der Vogelweide: Under der linden
  4. tandaradei, kprojekte (dieser Link ist nicht mehr verfügbar)
  5. Lothar Jahn: Erotischer Minnesang, minnesang.com, 20. Nov. 2008. Archiviert von [1] am 3. Okt. 2013.