Genderismus

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Genderismus (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Genderismus

die Genderismen

Genitiv des Genderismus

der Genderismen

Dativ dem Genderismus

den Genderismen

Akkusativ den Genderismus

die Genderismen

Worttrennung:
Gen·de·ris·mus, Plural: Gen·de·ris·men

Aussprache:
IPA: [d͡ʒɛndəˈʁɪsmʊs]
Hörbeispiele:
Reime: -ɪsmʊs

Bedeutungen:
[1] abwertend: Gender-Mainstreaming und Gender Studies

Herkunft:
„Bereits in den siebziger Jahren hat Goffman den Begriff des Genderismus zur Analyse des Relevanzsystems des Geschlechts entwickelt.“[1]

Synonyme:
[1] Gender-Ideologie

Gegenwörter:
[1] Anti-Genderismus

Beispiele:
[1] „‚Genderismus‘ ist ein Begriff des Antifeminismus, mit dem zumeist Rechtspopulist*innen Gender Studies, emanzipatorische Gleichstellungspolitiken und die Anerkennung sexueller Vielfalt bekämpfen (vgl. Hark/Villa 2015).“[2]
[1] „[Fundamentalisten] werden auch den Karlsruher Beschluss, der die Intersexualität als drittes menschliches Geschlecht anerkennt, als Auswuchs des Genderismus attackieren; sie hätten es lieber, die Intersexuellen würden gezwungen, sich einem der beiden klassischen Geschlechter anzupassen, wie das seit jeher der Fall war.“[3]
[1] „Genderismus ist für sie nicht nur ein Wortkonstrukt, sondern eine Ideologie, die aber keine Wissenschaft darstellt.“[4]
[1] „Der Genderismus ist ein Versuch der Geisteswissenschaften, sich von der faktenbasierten naturwissenschaftlichen Analyse zu emanzipieren.“[5]
[1] „Mit großer Sorge sieht die Kirche, dass in öffentlichen Diskussionen und in den Medien mehr und mehr nur noch die Argumente des Genderismus (sic!, BB) toleriert werden. Wer anders denkt, wird gesellschaftlich ausgegrenzt.“[6]
[1] „Feminismus hat mit alldem zweifellos auch zu tun, aber wenn er sich darauf reduziert, verkümmert er zu Genderismus, dessen Dominanz dann als „Krise des Feminismus" erscheint.“[7]
[1] „Der Genderismus ist wissenschaftlich unhaltbar. (...) Der Genderismus betrachtet jede sexuelle Praxis (lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell) als gleichwertig mit der Heterosexualität.“[8]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Genderismus
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Genderismus“ (Korpusbelege)

Quellen:

  1. Frauenförderung durch Quoten, Kathrin Arioli, 1997. Abgerufen am 22. Juni 2018.
  2. Sexualität und Gender im Einwanderungsland, herausgegeben von Uwe Sielert, Helga Marburger, Christiane Griese. Abgerufen am 22. Juni 2018.
  3. Heribert Prantl: Als Mann und Frau und als Drittes schuf er sie. In: sueddeutsche.de. 8. November 2017, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 21. Juni 2018).
  4. Tommy Weber: Uni Paderborn entfacht Diskussion und wehrt sich gegen den Gender-Terror. In: FOCUS Online. 8. November 2017, ISSN 0943-7576 (URL, abgerufen am 21. Juni 2018).
  5. Thilo Sarrazin: Wunschdenken. DVA, 2016 (Zitiert nach Google Books)
  6. Gewalt im beruflichen Alltag, herausgegeben von Utta Isop. Abgerufen am 22. Juni 2018.
  7. Femina politica, Band 11,Ausgaben 1-2, 2002. Abgerufen am 22. Juni 2018.
  8. Gewalt im beruflichen Alltag, herausgegeben von Utta Isop. Abgerufen am 22. Juni 2018.