Einwortsatz

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Einwortsatz (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Einwortsatz

die Einwortsätze

Genitiv des Einwortsatzes

der Einwortsätze

Dativ dem Einwortsatz
dem Einwortsatze

den Einwortsätzen

Akkusativ den Einwortsatz

die Einwortsätze

Alternative Schreibweisen:

Ein-Wort-Satz, Einwort-Satz

Worttrennung:

Ein·wort·satz, Plural: Ein·wort·sät·ze

Aussprache:

IPA: [ˈaɪ̯nvɔʁtˌzat͡s]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Einwortsatz (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik, speziell Syntax: satzwertige Aussage, die aus nur einem Wort besteht

Herkunft:

[1] Determinativkompositum aus der Wortverbindung ein Wort und Satz

Synonyme:

[1] Einwortäußerung, Holophrase, Satzwort

Oberbegriffe:

[1] Satz

Beispiele:

[1] „Die ersten Äußerungen dieser Art sollen nicht als Wörter, sondern als Einwortsätze verstanden werden.“[1]
[1] „Er spricht daher von Einwortsätzen oder »Holophrasen« und meint, daß Kinder, die Einwortäußerungen hervorbringen, schon syntaktische Relationen (zum Beispiel Subjekt - Objekt) beherrschen.“[2]
[1] „Zwischen etwa dem zehnten und dem zwölften Monat setzt mit den sogenannten Einwortsätzen ein Stadium ein, in dem das Kind in zunehmendem Maße sinntragende Äußerungen in der Form eines Wortes verwendet.“[3]
[1] „Diese Phase der Einwortsätze dauert dann im Durchschnitt ein halbes Jahr; die Schwankungsbreite liegt zwischen vier Monaten und einem ganzen Jahr.“[4]
[1] „Und all das wird jeweils durch einen einzigen aus ein paar Dutzend dem Kinde bereits geläufigen, nicht gerade kodifizierten, aber kodifizierbaren »Einwortsätzen« zum Ausdruck gebracht und an den Empfänger signalisiert.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] canoo.net „Einwortsatz
[1] Helmut Glück (Herausgeber): Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005, Stichwort: „Einwortsatz“.

Quellen:

  1. Gerd Kegel: Sprache und Sprechen des Kindes. 3., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Westdeutscher Verlag, Opladen 1987, ISBN 3-531-22059-4, Seite 30. Kursiv gedruckt: Einwortsätze.
  2. Gisela Szagun: Sprachentwicklung beim Kind. Eine Einführung. 3., neubearbeitete Auflage. Psychologie Verlags Union Urban & Schwarzenberg, München, Weilheim 1986, ISBN 3-621-27012-4, Seite 104. Abkürzungen aufgelöst.
  3. Els Oksaar: Spracherwerb im Vorschulalter. Einführung in die Pädolinguistik. Kohlhammer, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1977, ISBN 3-17-004471-0, Seite 163f. Abkürzung aufgelöst.
  4. Wolfgang und Jürgen Butzkamm: Wie Kinder sprechen lernen. Kindliche Entwicklung und die Sprachlichkeit des Menschen. Francke, Tübingen, Basel 1999, ISBN 3-7720-2731-8, Seite 74.
  5. Karl Bühler: Sprachtheorie. Die Darstellungsfunktion der Sprache. Ullstein, Frankfurt/M., Berlin, Wien 1978 (Erstveröffentlichung 1934), ISBN 3-548-03392-X, Seite 72.