Überschwang

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Überschwang (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Überschwang

die Überschwänge

Genitiv des Überschwangs
des Überschwanges

der Überschwänge

Dativ dem Überschwang
dem Überschwange

den Überschwängen

Akkusativ den Überschwang

die Überschwänge

Worttrennung:

Über·schwang, Plural: Über·schwän·ge (selten)

Aussprache:

IPA: [ˈyːbɐˌʃvaŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Überschwang (Info)

Bedeutungen:

[1] übertriebener Gefühlsausbruch, übertriebene Begeisterung
[2] übertriebene Menge

Herkunft:

spätmittelhochdeutsch überswanc, seit dem 14. Jahrhundert bezeugt[1]

Beispiele:

[1] „Überschwang aber zeigt sich eher nach außen, Furcht wirkt stärker nach innen.“[2]
[1] „Was wie im Kongo meist im Überschwang der Unabhängigkeitsfeiern beginnt, endet fast überall in Agonie.“[3]
[1] „Lucien nutzte den Überschwang seines Gesprächspartners, um endlich seinen ersten Schluck zu trinken.“[4]

Wortbildungen:

überschwänglich

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Überschwang
[*] canoo.net „Überschwang
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonÜberschwang
[1] The Free Dictionary „Überschwang
[1, 2] Duden online „Überschwang

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Stichwort: Überschwang, Seite 939.
  2. Sven Felix Kellerhoff: Heimatfront. Der Untergang der heilen Welt - Deutschland im Ersten Weltkrieg. Quadriga, Köln 2014, ISBN 978-3-86995-064-8, Seite 25.
  3. Reymer Klüver: Die letzten Tage des Patrice Lumumba. In: GeoEpoche: Afrika 1415-1960. Nummer Heft 66, 2014, Seite 140-151, Zitat Seite 151.
  4. Fiston Mwanza Mujila: Tram 83. Zsolnay, Wien 2016, ISBN 978-3-552-05797-5, Seite 51. Französisches Original 2014.