Canaille
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[Bearbeiten] Canaille (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, f
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Canaille | die Canaillen |
| Genitiv | der Canaille | der Canaillen |
| Dativ | der Canaille | den Canaillen |
| Akkusativ | die Canaille | die Canaillen |
Alternative Schreibweisen:
Worttrennung:
- Ca·nail·le, Plural: Ca·nail·len
Aussprache:
- IPA: [kaˈnaljə], [kaˈnajə], Plural: [kaˈnaljən], [kaˈnajən]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] Schimpfwort: einen Menschen als Schurken bezeichnend
- [2] kein Plural, veraltet: Menschenmenge aus heruntergekommenen oder zwielichtigen Personen
Abkürzungen:
Herkunft:
- Entlehnung aus dem Französischen canaille → fr „Hundepack, Gesindel“; dieses wiederum entstammt dem Italienischen canaglia → it „Hundemeute“, das seinerseits auf das Lateinische canis → la „Hund“ zurückzuführen ist[1]
Synonyme:
Oberbegriffe:
- [1] Schimpfwort
Beispiele:
- [1] Da sprangen sie von ihren Stühlen auf / Und schmissen die Champagnergläser klirrend / Ihm an den Kopf: Sauf zu, Canaille, sauf! / Der schwere Silberkübel flog ihm schwirrend / Am Ohr vorbei: Pack dich, du Hundsfott, lauf! / Der Bettler, aus dem Bart die Scherben wirrend, / Stand ruhig, blieb. Der wüste Schloßherr schrie: / Die Hunde los! Elendes Lumpenvieh![2]
- [2] Die Bourbonen waren es,« sagte er sich, »die der Klasse, in der ich geboren bin, für alle Zeiten den Namen Canaille gegeben haben.[3]
- [2] Die Menge ist Plebs, vile multitude, Canaille, Volk.[4]
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Quellen:
- ↑ Vergleiche Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 924.
- ↑ Detlev von Liliencron, Poggfred, 8. Kantus, zitiert nach Projekt Gutenberg.
- ↑ Stendhal: Amiele, Zwölftes Kapitel, zitiert nach Projekt Gutenberg.
- ↑ August Bebel, Die Frau und der Sozialismus, 20. Kapitel, zitiert nach Projekt Gutenberg.