Bohème

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Bohème (Deutsch) [Bearbeiten]

Substantiv, f [Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Bohème
Genitiv der Bohème
Dativ der Bohème
Akkusativ die Bohème

Alternative Schreibweisen:

Boheme

Worttrennung:

Bo·hème, kein Plural

Aussprache:

IPA: [boˈɛːm], auch [boˈhɛːm]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Milieu, vor allem der Künstler, das sich nicht an bürgerliche Konventionen gebunden fühlt

Herkunft:

[1] entlehnt von französisch bohème → fr, das auf lateinisch bohemus → la „böhmisch, Böhme“ zurückgeht. Das Wort ist seit dem 19. Jahrhundert belegt.[1]

Oberbegriffe:

[1] Milieu

Beispiele:

[1] „Soll ich sie alle nennen, diese merkwürdigen, interessanten oder lustigen Erscheinungen der Künstlerschaft und Bohème?[2]
[1] „Als ich zum ersten Male in das Berliner »Café Größenwahn« kam, verließ ich das Preußentum für immer und betrat das Hoheitsgebiet der Bohème, wo man in fremden Zungen sprach und schrieb...“[3]

Wortbildungen:

Bohemien

Übersetzungen [Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Bohème
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Bohème

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Bohème“, Seite 137.
  2. Joachim Ringelnatz: Simplicissimus Künstler-Kneipe und Kathi Kobus. In: Joachim Ringelnatz: Vermischte Schriften. Diogenes, Zürich 1994, S. 211-220, Zitat: Seite 216. ISBN 3-257-06045-9. (Der Text erschien erstmals im Jahr 1909.)
  3. Walter Mehring: Die verlorene Bibiothek. Autobiographie einer Kultur. Heyne, München 1972, Seite 141 (Deutsche Erstausgabe 1952)