wohl

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wohl (Deutsch)[Bearbeiten]

Adverb[Bearbeiten]

Worttrennung:

wohl

Aussprache:

IPA: [voːl]
Hörbeispiele: —
Reime: -oːl

Bedeutungen:

[1] wahrscheinlich, vermutlich
[2] veraltend: gut

Herkunft:

[2] von mittelhochdeutschwole‘, althochdeutschwela, wola‘, indoeuropäisch*u̯el-‘ „wollen, wählen“ in der Bedeutung gewollt, gewünscht, belegt seit dem 8. Jahrhundert[1]

Gegenwörter:

[2] weh

Beispiele:

[1] Es wird wohl leider nichts daran zu ändern sein.
[2] „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen.“ (bis 1996: „wohlmachen“)[2]
[2] Der Urlaub tat ihm wohl.

Wortbildungen:

[2] Wohl, Wohlbefinden, Wohlbehagen, Wohlfahrt, Wohlgefallen, Wohlgefühl, Wohlgeruch, Wohlklang, Wohllaut, Wohlleben, Wohlsein, Wohlstand, Wohltat, Wohlverhalten, Wohlwollen
[2] wohlanständig, wohlbedacht, wohlbehalten, wohlbekannt, wohlbestallt, wohldurchdacht, wohlerzogen, wohlgemut, wohlfeil, wohlgelitten, wohlgesonnen, wohlig, wohlklingend, wohlmeinend, wohlriechend, wohlschmeckend, wohltemperiert, wohltönend, wohlüberlegt, wohlverdient, wohlverstanden
[2] wohlergehen, wohlfühlen, wohlwollen
[2] unwohl, wohlan, wohlauf, wohlgemerkt, wohlweislich
[2] pudelwohl

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wohl
[1] canoo.net „wohl
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonwohl
[1] Duden online „wohl_vermutlich_doch

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „wohl“.
  2. Psalm 37,4 Luther-Übersetzung; jetzt doppeldeutig: die Rechtschreibreformen ab 1996 haben die Unterscheidung zwischen „wohltun“ (guttun) und „wohl tun“ (vermutlich tun) abgeschafft.

Ähnliche Wörter:

Wohl, Kohl