wer lesen kann, ist klar im Vorteil

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wer lesen kann, ist klar im Vorteil (Deutsch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

Worttrennung:

wer le·sen kann, ist klar im Vor·teil

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele: Lautsprecherbild wer lesen kann, ist klar im Vorteil (Info)

Bedeutungen:

[1] humoristische Anmerkung in einer Situation, in der jemand eine offensichtliche Beschriftung oder einen Text übersieht und deshalb einen Fehler macht oder etwas nicht versteht

Herkunft:

ironische Andeutung, die Person könne nicht lesen, statt die Schrift zu übersehen

Beispiele:

[1] Drückt jemand unentwegt gegen eine Tür, auf der „Ziehen“ geschrieben steht oder möchte in eine Straßenbahn mit dem Ziel „Dienstfahrt“ einsteigen, würde „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“ gut passen.
[1] „Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Michael Thurk (33) kennt den Spruch. "Sag ich doch." Nur: Lesen ist nicht gleich lesen. Thurk hat die seltene Gabe, Bälle lesen zu können.“[1]
[1] „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, so lautet eine hämische Redewendung.“[2]
[1] „Die CSU stichelt zurück: «Wer lesen kann, ist klar im Vorteil» - schließlich stünden die Forderungen zur Arbeitsmigration im Koalitionsvertrag.“[3]
[1] „März 2013: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Medien berichten über die Probleme bei der Zulassung des Euro Hawk.“[4]
[1] „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, lautet ein viel zitiertes Pädagogensprichwort. Eine Binsenweisheit? Weit gefehlt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die gestern in Berlin veröffentlicht wurde.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]


Quellen:

  1. Michael Thurk, der Bälleleser der Zweiten Liga. In: Welt Online. 5. Februar 2010, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 5. März 2014).
  2. Rätselhaft wie eine politikwissenschaftliche Doktorarbeit. In: Welt Online. 22. Juli 2009, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 5. März 2014).
  3. Von hohen Tannen-Wipfeln und einer Prise Populismus. In: Welt Online. 2. Januar 2014, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 5. März 2014).
  4. Wie sich de Maizière in Widersprüche verstrickt. In: Welt Online. 10. Juni 2013, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 5. März 2014).
  5. Nach Pisa: OECD mahnt Länder zur Stärkung der Lesekompetenz. In: Welt Online. 20. November 2002, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 5. März 2014).