wenn schon, denn schon

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wenn schon, denn schon (Deutsch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

Worttrennung:

wenn schon, denn schon

Aussprache:

IPA: [ˈvɛnˌʃoːn ˈdɛnˌʃoːn]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild wenn schon, denn schon (Info)

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: wenn schon etwas (unter Umständen Bedenkliches) überhaupt getan wird, dann soll es aber auch ausgiebig und gründlich, ordentlich, richtig oder dergleichen getan werden

Beispiele:

[1] „Allerdings wäre mir eine präzisere Formulierung, wenn schon, denn schon lieber.“[1]
[1] „Also müsse, wenn schon, denn schon, der Bund ran.“[2]
[1] „«Na ja, wenn schon, denn schon», sagte sie irgendwann.“[3]
[1] „Zwar meinte der Arrangeur, das Recht der Transkription werde bei Bach zur Pflicht, aber vielleicht sollte man, wenn schon, denn schon, dann gleich Leopold Stokowskis üppige Orchesterfassungen spielen: Sahnetorte statt Knäckebrot.“[4]
[1] „Diese einmalige Chance packten die Uzwiler am Schopf und engagierten – quasi «wenn schon, denn schon» – Pele Loriano als Produzenten.“[5]

Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag wennschon, dennschon.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wolf Friederich: Moderne deutsche Idiomatik. Alphabetisches Wörterbuch mit Definitionen und Beispielen. 2., neubearbeitete Auflage. Max Hueber Verlag, München/[Ismaning] 1976, ISBN 3-19-001017-X, Stichwort »wenn schon, denn schon«, Seite 731.
[1] Réné Métrich, Eugène Faucher; in Zusammenarbeit mit Jörn Albrecht: Wörterbuch deutscher Partikeln. Unter Berücksichtigung ihrer französischen Äquivalente. Walter de Gruyter, Berlin/New York ©2009, ISBN 978-3-11-021796-4, Seite 191.
[*] Hans Schemann: Deutsche Idiomatik. Wörterbuch der deutschen Redewendungen im Kontext. 2. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-021788-9, Stichwort »schon«, Seite 723 sowie »wenn«, Seite 961.
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „denn

Quellen:

  1. Nina Grunenberg: Gentleman in gereizter Umwelt. Richard von Weizsäcker verwandelt die Ohnmacht seines Amtes in einen geistig-moralischen Führungsanspruch. In: DIE ZEIT. Nummer 27, 28. Juni 1985, ISSN 0044-2070 (Archiv-URL, abgerufen am 7. Dezember 2014).
  2. Bernhard Honnigfort: Ein Berliner Anwalt fordert die alte Residenzstadt auf, für Anleihen aus dem Jahr 1927 zu zahlen. In: Frankfurter Rundschau. 10. Februar 1999, Seite 5.
  3. Frau TANZT, WAS MAN SAGT. In: Zürcher Tagesanzeiger. Nummer 37, 17. September 1999, Seite 39.
  4. Lob des Gesangs. In: Hannoversche Allgemeine. 15. Oktober 2008, Seite 9.
  5. M. Fuchs: «Wenn nicht jetzt, wann dann?» In: St. Galler Tagblatt. Nummer 23, 28. Januar 2012, Seite 47.