wegdrücken

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wegdrücken (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich drücke weg
du drückst weg
er, sie, es drückt weg
Präteritum ich drückte weg
Konjunktiv II ich drückte weg
Imperativ Singular drück weg!
Plural drückt weg!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
weggedrückt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:wegdrücken

Worttrennung:
weg·drü·cken, Präteritum: drück·te weg, Partizip II: weg·ge·drückt

Aussprache:
IPA: [ˈvɛkˌdʁʏkn̩], Präteritum: [ˌdʁʏktə ˈvɛk], Partizip II: [ˈvɛkɡəˌdʁʏkt]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:
[1] transitiv: jemand oder etwas mit Kraftaufwand entfernen
[2] transitiv, umgangssprachlich: etwas durch Tastendruck, Mausklick oder andere Techniken beenden oder verhindern
[3] transitiv, Psychologie: nicht bewältigte Erlebnisse oder Wünsche aus dem Bewusstsein verbannen

Herkunft:
Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus dem Adverb weg und dem Verb drücken

Synonyme:
[1] abdrängen, beiseitedrängen, wegdrängen
[2] wegklicken
[3] unterdrücken, verbannen, verdrängen

Beispiele:
[1] Hans konnte Peter nicht rechtzeitig wegdrücken.
[1] "Ich kann das Wasser anfassen", beschreibt sie ihr Gefühl beim Schwimmen, "ich kann es wegdrücken. Das können eben nicht alle."[1]
[2] Wegdrücken? Das wäre unfein dem Anrufer gegenüber.[2]
[2] Nun sind es schon über achtzig Prozent der Zuschauer, die die Werbebotschaften nur noch mit Unmut betrachten – oder per Fernbedienung einfach wegdrücken.[3]
[3] Sie erkennt, dass sie gewaltig unter Leistungsdruck steht, den sie dann im Laufe des Schulmorgens nicht mehr „wegdrücken“ kann und der sich dann in Form einer Anspannung im Nacken zeigt.[4]
[3] »… Morgens musste ich wieder hart sein und das alles wegdrücken.«[5]

Wortbildungen:
Wegdrücken, wegdrückend, weggedrückt

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1–3] Duden online „wegdrücken
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wegdrücken
[*] canoonet „wegdrücken
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonwegdrücken

Quellen:

  1. Andreas Molitor: idole: Operation Gold. In: Zeit Online. Nummer 26/2004, 17. Juni 2004, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 26. August 2014).
  2. Adam Soboczynski: Gesellschaft: Der Feierabend hat Feierabend. In: Zeit Online. Nummer 36/2008, 13. Oktober 2008, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 26. August 2014).
  3. gf: Werbung: Kleines Übel. In: Zeit Online. Nummer 02/1993, 8. Januar 1993, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 26. August 2014).
  4. Friedbert Niessen: Schmerzfrei. Praxiserfahrungen mit der Liebscher-Bracht-Schmerztherapie und Kinesiologie. BoD – Books on Demand, 2010, ISBN 9783842333376, Seite 40 (zitiert nach Google Books).
  5. Lydia Benecke: Auf dünnem Eis. Die Psychologie des Bösen. BASTEI LÜBBE, 2013, ISBN 9783838745008, Seite 102 (zitiert nach Google Books).