waldein

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waldein (Deutsch)[Bearbeiten]

Adverb[Bearbeiten]

[1] Der Weg führt waldein.

Worttrennung:

wald·ein

Aussprache:

IPA: [ˌvaltˈʔaɪ̯n]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild waldein (Info)

Bedeutungen:

[1] in den/einen Wald hinein; innerhalb des/eines Waldes

Herkunft:

Das Adverb waldein ist seit dem 16. Jahrhundert belegt.[1] In einem Gedicht von Martin Opitz kommt es in folgender Form vor:
„Den Pilgram welchen du siehst ausser Weges wallen/
Und irrig gehn Wald-ein/…“[2]
Bei Opitz treten die beiden Bestandteile Wald und das Adverb ein noch deutlicher hervor als im heutigen Adverb. In diesem Zusammenhang kommt ein die Bedeutung ‚in das Innere‘ zu, die man außer bei waldein auch bei den Adverbien feldein oder jahrein finden kann.[3] ein geht zurück auf mittelhochdeutsche und althochdeutsche Vorformen in, die es entsprechend auch im Altsächsischen, Niederländischen, Altfriesischen und Angelsächsischen als in und im Altnordischen und Gotischen als inn gegeben hat.[3]

Gegenwörter:

[1] waldaus

Beispiele:

[1] Unsere Jagdhütte liegt noch ein Stück weiter waldein.
[1] Wenn man sich weit waldein begibt, sollte man sich gut orientieren können.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „waldein
[*] canoonet „waldein
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „waldein
[1] Duden online „waldein
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „waldein

Quellen:

  1. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „waldein“.
  2. Martin Opitz: Des von Pibrac Vier-Verse. In: Weltliche Poemata. Frankfurt am Main 1644, Seite 520 (Google Books).
  3. 3,0 3,1 Friedrich Ludwig Karl Weigand, Karl von Bahder, Herman Hirt, Karl Kant: Deutsches Wörterbuch. Fünfte Auflage. Töpelmann, Gießen 1909 (Online), Band 1, „²ein“, Seite 415.