unverzichtbar

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unverzichtbar (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
unverzichtbar unverzichtbarer am unverzichtbarsten
Alle weiteren Formen: Flexion:unverzichtbar

Worttrennung:

un·ver·zicht·bar, Komparativ: un·ver·zicht·ba·rer, Superlativ: am un·ver·zicht·bars·ten

Aussprache:

IPA: [ˌʊnfɛɐ̯ˈʦɪçtbaːɐ̯], [ˈʊnfɛɐ̯ˌʦɪçtbaːɐ̯], Komparativ: [ˌʊnfɛɐ̯ˈʦɪçtbaːʀɐ], [ˈʊnfɛɐ̯ˌʦɪçtbaːʀɐ], Superlativ: [ˌʊnfɛɐ̯ˈʦɪçtbaːɐ̯stn̩], [ˈʊnfɛɐ̯ˌʦɪçtbaːɐ̯stn̩]
Hörbeispiele: —, —, Komparativ: —, —, Superlativ: —, —
Reime: -ɪçtbaːɐ̯

Bedeutungen:

[1] so, dass auf etwas nicht verzichtet werden kann

Herkunft:

Adjektivbildung, aus dem verbalisierten Substantiv Verzicht, dem Präfix un- und dem Suffix -bar, von mittelniederdeutsch unvortichtlik → gml[1]

Synonyme:

[1] unentbehrlich, unerlässlich, unersetzbar, unersetzlich

Sinnverwandte Wörter:

[1] notwendig, nötig

Gegenwörter:

[1] entbehrlich, unnötig, überflüssig, wünschenswert

Beispiele:

[1] „Denn die Wälder sind die unverzichtbare Grundlage für den Wasserhaushalt der Natur.“[2]
[1] „Die primäre und unverzichtbare Funktion der Zentralbanken ist die Stabilisierung des Finanzsystems.“[3]
[1] „In die Institutionen der EU sind die Grundwerte der Mitgliedstaaten unter Einschluss der Grundgesetz-Artikel mit »Ewigkeitswert« (Menschenwürde, Demokratie, Föderalismus) als konstitutive und unverzichtbare Elemente mit eingeflossen; etwa im Bereich des Minderheitenschutzes sind sie sogar weitaus expliziter und präziser geregelt als in vielen nationalen Verfassungen.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „unverzichtbar
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „unverzichtbar
[*] canoo.net „unverzichtbar
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonunverzichtbar
[1] The Free Dictionary „unverzichtbar
[1] Duden online „unverzichtbar
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion unter der Leitung von Günther Drosdowski (Herausgeber): Brockhaus-Enzyklopädie. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Band 28: Deutsches Wörterbuch III, REH–ZZ, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1995, ISBN 3-7653-1128-6, DNB 944245625, Seite 3602, unter „unverzichtbar“
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 26. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04016-2, Seite 1112, unter „unverzichtbar“

Quellen:

  1. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „unverzichtbar
  2. Herbert Gruhl: Ein Planet wird geplündert. Die Schreckensbilanz unserer Politik. 2. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-596-024006-9, Seite 84, unter: Der Wald verbrennt - die Wüste wächst
  3. Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert. C.H. Beck Verlag, München 2014, ISBN 978406671319, Seite 756.
  4. Joschka Fischer: Ein nationaler Riegel. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Lissabon-Vertrag ist rückwärtsgewandt und realitätsfremd. In: Zeit Online. Nummer 29, 9. Juli 2009, ISSN 0044-2070 (Seite 3, 4. Absatz. Deutschland, Politik, der Lissabon-Vertrag: Europäische Union; Europäische Zentralbank; Allianz; Binnenmarkt; Bundestag; Bundesverfassungsgericht., unverzichtbare URL, abgerufen am 15. November 2013).