unausgegoren

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unausgegoren (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
unausgegoren unausgegorener am unausgegorensten
Alle weiteren Formen: Flexion:unausgegoren

Worttrennung:

un·aus·ge·go·ren, Komparativ: un·aus·ge·go·re·ner, Superlativ: am un·aus·ge·go·rens·ten

Aussprache:

IPA: [ˈʊnʔaʊ̯sɡəˌɡoːʁən]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] nicht in allen Einzelheiten durchdacht

Beispiele:

[1] „Klarerweise ist dieser Vorschlag in seiner Radikalität in vielen Details noch unausgegoren.“[1]
[1] „In ironischer Glossierung faßt Musil seine Darstellung der Justiz und der ihr zuarbeitenden psychiatrischen Sachverständigen mit den Worten zusammen: ‚Gerichtshöfe gleichen Kellern, in denen die Weisheit der Vorvordern in Flaschen liegt; man öffnet diese und möchte darüber weinen, wie ungenießbar der höchste, unausgegorenste Grad menschlicher Genauigkeitsanstrengung wird, ehe er vollkommen ist. […]‘“[2]
[1] „Lenin hielt sich mehr an den jüngeren, unausgegoreneren, revolutionäreren Marx als an den älteren, reiferen; auch Bakunin tat es.“[3]
[1] „Warum muss gerade das Humboldt-Forum, das unausgegorenste von allen, pünktlich fertig werden?“[4]
[1] „Im Prinzip auch die internationale Sicherheits- und Bündnispolitik – wenngleich die Vorschläge dazu noch am unausgegorensten sind.“[5]

Wortbildungen:

Unausgegorenheit

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „unausgegoren
[*] canoonet „unausgegoren
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „unausgegoren
[1] The Free Dictionary „unausgegoren
[1] Duden online „unausgegoren

Quellen:

  1. Jakob Zirm: Gegen Verschwendung steuern. In: DiePresse.com. 3. Dezember 2016, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 2. Januar 2018).
  2. Heinz Müller-Dietz: Recht und Kriminalität in literarischen Spiegelungen. BWV, 2007, Seite 106 (Zitiert nach Google Books).
  3. Karel Čapek: Masaryk erzählt sein Leben. e-artnow, 2017 (Zitiert nach Google Books).
  4. Jörg Häntzschel: In der Zeitfalle. In: sueddeutsche.de. 17. August 2017, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 2. Januar 2018).
  5. Harald Schweizer: "… deine Sprache verrät dich". LIT, Münster 2002, Seite 362 (Zitiert nach Google Books).