stief

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stief (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv, Indefinitpronomen[Bearbeiten]

Alternative Schreibweisen:

schtief; Hapaxlegomenon: stiew

Worttrennung:

stief

Aussprache:

IPA: [ʃtiːf]
Hörbeispiele:
Reime: -iːf

Bedeutungen:

[1] (bezeichnet eine Einheit, die als Gesamtmenge gedacht wird) ein beträchtliches Maß, eine beträchtliche Menge von etwas: viel
[2] eine große Anzahl von Personen oder gleich beschaffener Sachen: viel, zahlreich

Herkunft:

Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt verschiedene Erklärungsversuche:
  1. Schlengemann erwähnt in seinem Aufsatz die ihm von Heinrich Vedder gegebene Erklärung, nach der zur Zeit der Pioniere in Südwest die Kolonisten und Soldaten den Maisbrei (afrikaans mealie pap → af) sehr fest – steif (afrikaans styf → af) – zubereitet haben, wenn viel Maismehl vorhanden war. War wenig Maismehl vorhanden, so streckte man ihn, wodurch er eine dünnere Konsistenz bekam. Dieses steif solle sich dann mit der Zeit zu »stief« umgebildet haben und verallgemeinernd synonym für ‚viel‘ gebraucht worden sein. Vedder könne jedoch nicht erklären, so Schlengemann, aus welcher Sprache es zuerst hervorgegangen sei, Deutsch oder Afrikaans, oder warum steif oder styf → af dann »stief« wurde.[1][2]
  2. Das Wort ist im Friesischen, im Niederdeutschen und Norddeutschen bezeugt. Es könne daher nicht ausgeschlossen werden, dass es mit norddeutschen Siedlern im Zuge der Kolonisation Deutsch-Südwestafrikas nach Namibia gelangt sei, wobei sich dessen jeweilige ursprüngliche Bedeutung zunehmens verallgemeinerte.[2][3]
  3. Laut Küpper und Pütz handelt es sich um eine seit 1900 im Nord- und Westdeutschen bezeugte Entlehnung aus jiddisch שטיף‎ (YIVO: stif→ yi ‚sehr, viel; üppig‘, die wohl von niederdeutsch stief → ndssteif‘ beeinflusst worden sei.[4][5][3]

Beispiele:

[1] „‚Guck, Lütnant,‘ war die Antwort, ‚unser Vieh liegt erschlagen in der Dorisibschlucht, darum müssen unsere Weiber stief Hunger leiden.[…]‘“[6]
[1] „‚Da wird doch nur wieder stief (viel) geschwätzt‘, war vergangenen Montag die einhellige Meinung im Deutschen Klub von Windhuk.“[7]
[1] „Völlerei mit lecker stief Fleisch, das machst Du anderswo.“[8]
[1] „Der Richter mit dem literarischen Namen hat noch vor Jahresende dem Gericht seine Zusammenfassung gegeben und kommt zu dem Schluss: die Zeugen haben nicht nur geflunkert, Märchen erzählt, nein, es besteht genügend Grund zur Annahme, dass die bleddy stief Meineid geleistet haben.“[9]
[1] „Die Kolumnen mehrerer Zeitungen haben dem offensichtlich unbefangenen Bok van Blerk, im wirklichen Leben Louis Pepler, stief Platz eingeräumt.“[10]
[1] „Wenn Du im letzten Jahr stief Regen und Omajova hattest, kannst Du in diesem Jahr sowahr nich dasselbe kriegen. […] Unter den Menschen sind es die ‚fat cats‘, die stief kriegen (das aber selten verdienen), ähnlich wie die Parasiten und Nassauer auf Kosten anderer.“[11]
[1] „Manche Leute haben eben stief Zeit und andere angeblich zu wenig, derweil über ihnen dieselbe Sonne, derselbe Mond auf- und untergehen.“[12]
[1] „Wir aber empfehlen, 1 trillion euros muss englisch ausgesprochen und deutsch verstanden werden, denn dann gibt es nach kombiniertem Jerry-Rooinek-Verständnis mit 18 Nullen nochall wüst stief mehr Ovimariva, als wenn sie bei der trillion einfach den Yankees nachplappern, die da prompt sechs bleddy Nullen wieder abziehen und damit auf unsere mickrige Billion mit nur zwölf Nullen zurücksacken.“[13]
[1] „‚Stief‘ Preise für ein Wort, das, wie sie selbst sagt, ‚kurz und bündig ist, jedoch viel bedeutet, für vieles Verwendung hat und sich gut in die hiesige Sprache einfügt‘. Dabei komme das Wort eigentlich aus dem Jiddischen, bedeutet ‚sehr‘ und wird in Verbindung mit den Jahren im Knast benutzt, erklärt sie.“[14]
[1] „Dann waren aber noch viele Altkämpfer übrig, die vom Segen der Unabhängigkeit net nix abgekriegt haben, obwohl ihnen damals im angolanischen Busch stief versprochen worden ist.“[15]
[1] „Vor 98 Jahren war an der Leutweinstraße (heute Diktator Mugabe Äwwenju) auch stief los, als unter Pferdegetrappel, Blasmusik und mit jede Menge festlich gekleideten Deutschen – die Damen unter Straußenfederschmuck – das Reiterdenkmal enthüllt wurde.“[16]
[1] „Kaum zurück gibt’s wrachtacht stief zu bemerken, zum Beispiel, dass die Schlaglöcher in Ovenduka weniger geworden sind und auch die Flickstellen sogar etwas länger halten, weil der Regen sich vorerst in den Nordosten zurückgezogen hat und die Touris wieder unseren klaren Sternhimmel bewundern können.“[17]
[2] „Wir erhalten noch stief andere Hilfe.“[18]
[2] „Da reichen ein heißer Tag, wovon wir stief haben, gutes Fassbier und ordentlich Wellblechdeutsch, das nich nur Bleichgesichter kennen, sondern das auch andere wie Fanagolo beherrschen.“[19]
[2] „Stories und Theorien von Kennern und Klugscheißern kursieren hier sommer stief, warum die Strandböschung von der Brandung abgetragen wird.“[20]
[2] „Aber stief vielsprachige Namibier, bei denen Afrikaans stets das Medium bleiben wird, womit man anderen aufs Maul schauen kann.“[21]
[2] „Damit is wenigstens eine Hauptstraße ´mal nich nach Omupräsidente I, Osema Shafiishuna Nujoma, etikettiert worden, denn der hat mos schon stief andere Verkehrsachsen erhalten.“[22]
[2] „Über 100 Jahre is das Land der Braven am Wendekreis des Steinbocks ohne Export nach China ausgekommen und für unsere paar Produkte gibt´s noch stief andere Märkte.“[23]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Herbert Carl Nöckler: Sprachmischung in Südwestafrika. In: Institut für Auslandsbeziehungen (Herausgeber): Schriftenreihe des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart. Wissenschaftlich-publizistische Reihe. 5. Band, Max Hueber Verlag, München 1963, DNB 453597661, Stichwort »Stief«, Seite 62.
[1, 2] Heinz Küpper: Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache in 8 Bänden. 7. Band Sardelle–Susi, Klett, Stuttgart 1984, ISBN 3-12-570170-8, DNB 841057532, Seite 2732.
[1, 2] Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3, Stichwort »schtief«, Seite 125.
[1, 2] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »stief«.

Quellen:

  1. E. A. Schlengemann: Voorlopige Aantekeninge oor Taalmenging in Suidwes-Afrika. In: Veröffentlichungen der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Südwestafrika. Band IV, 1928-29, Windhoek 1929, Seite 51–64.
  2. 2,0 2,1 Herbert Carl Nöckler: Sprachmischung in Südwestafrika. In: Institut für Auslandsbeziehungen (Herausgeber): Schriftenreihe des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart. Wissenschaftlich-publizistische Reihe. 5. Band, Max Hueber Verlag, München 1963, DNB 453597661, Stichwort »Stief«, Seite 62.
  3. 3,0 3,1 Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3, Stichwort »schtief«, Seite 125.
  4. Heinz Küpper: Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache in 8 Bänden. 7. Band Sardelle–Susi, Klett, Stuttgart 1984, ISBN 3-12-570170-8, DNB 841057532, Seite 2732.
  5. Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »stief«.
  6. Bernhard Voigt: Die deutsche Landnahme. Roman. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1944, Seite 252. Zitiert nach Google Books.
  7. NAMIBIA: Ruckzuck - alles tot. Mit Reagan im Rücken fühlt sich Süd-Afrika im ehemaligen Deutsch-Südwest stark, und die Deutschen im Land hoffen, die Guerilla-Organisation Swapo sei am Ende. In: Spiegel Online. Nummer 4/1981, 19. Januar 1981, ISSN 0038-7452, Seite 104 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  8. Bring & Braai ist angesagt. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 6. Mai 2005, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 22. April 2007).
  9. Das war’s erstmal. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 30. Dezember 2005, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 22. April 2007).
  10. Einfach mitgesungen. Hof(f)manns Erzählungen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 15. März 2007, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 22. April 2007).
  11. Zu wenige Omajova. Hof(f)manns Erzählungen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 29. März 2007, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 22. April 2007).
  12. Biekie langsamer, Oukie. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 4. Januar 2007, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 22. April 2007).
  13. Trabbel mit den Nullen. Hof(f)manns Erzählungen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 5. April 2007, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 22. April 2007).
  14. Kirsten Kraft: Lieblingswort bringt „stief“ Freude. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 28. Februar 2008, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  15. Am Bahnhof nicht abgeholt. Hof(f)manns Erzählungen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 18. September 2008, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  16. Eberhard Hofmann: Das Jahr fängt mos lekker an. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 28. Januar 2010, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  17. Eberhard Hofmann: Der Mai bringt Wandel. Hof(f)manns Erzählungen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 19. März 2011, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  18. Hier geht´s muhts weiter. Hof(f)manns Erzählungen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 22. Mai 2008, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  19. Eberhard Hofmann: Richtig Party skoppen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 23. Oktober 2009, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  20. Knirschend und salzig am Südstrand. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 6. März 2010, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  21. Eberhard Hofmann: Hof(f)manns Erzählungen. Luftschloss in den Gramadullas. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 30. Juni 2011, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  22. Hage und Hindenburg. Hof(f)manns Erzählungen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 16. September 2011, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  23. Hose runter, Nadel rein. Hof(f)manns Erzählungen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 13. Oktober 2011, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).

Adverb, Gradpartikel[Bearbeiten]

Alternative Schreibweisen:

schtief; Hapaxlegomenon: stiew

Worttrennung:

stief

Aussprache:

IPA: [ʃtiːf]
Hörbeispiele:
Reime: -iːf

Bedeutungen:

[1] wird benutzt, um ein Adjektiv oder Adverb zu verstärken: in hohem Maße, sehr
[2] wird benutzt, um ein Verb zu verstärken: sehr

Herkunft:

siehe oberen Abschnitt

Sinnverwandte Wörter:

[1] äußerst, ganz, überaus
[2] heftig, stark, vielmals

Beispiele:

[1] Dem Oukie war stief gemütlich an der Beach.
[1] „Das ist zwar stief lange her, daß der Franz Geburtstag hatte, aber das macht nix, wir essen trotzdem gern dem seine Pizza.“[1]
[1] „Die werten Leser werden darüber und noch stief mehr aus der Sonderbeilage der (All)Gemeinen Zeitung erfahren, die kurz vor dem Geburtstag schon am nächsten Mittwoch erscheint.“[2]
[1] „Aber die Amtssprache Otjiingirisa und ganz simple Namen von Menschen und Piepols auf Straßenschildern können wrachtach noch stief mehr muilek sein als Otjindoitji.“[3]
[2] Ich freue mich schon stief darauf.
[2] „Plurizentrisches Sprachdenkmal auf Arandis macht deutlich, dass das Deutsche konkret wie Stein und Stahl dem Ostwind wie dem Nebel trotzt, aber ebenso, dass nochall stief dran rumgeflickt wird.“[4]
[2] „Aber das is ´ne andere Story, die wir noch stief strapazieren müssen.“[5]

Redewendungen:

[2] umgangssprachlich: stief haben

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] stief alt / betagt / jung; stief angetan / begeistert / zufrieden; stief faul / fleißig; stief gereizt / nervös; steif groß / klein / riesig / winzig; stief gut / nett / traurig; stief hässlich / hübsch / schön; stief heiß / kalt / warm; stief hoch / tief; stief sauer / süß
[2] sich stief ärgern / freuen; stief bluten / eitern; stief brennen; stief fehlen; stief frieren / schwitzen; stief gernhaben / mögen; stief regnen; sich stief vergnügen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Herbert Carl Nöckler: Sprachmischung in Südwestafrika. In: Institut für Auslandsbeziehungen (Herausgeber): Schriftenreihe des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart. Wissenschaftlich-publizistische Reihe. 5. Band, Max Hueber Verlag, München 1963, DNB 453597661, Stichwort »Stief«, Seite 62.
[1, 2] Heinz Küpper: Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache in 8 Bänden. 7. Band Sardelle–Susi, Klett, Stuttgart 1984, ISBN 3-12-570170-8, DNB 841057532, Seite 2732.
[1, 2] Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3, Stichwort »schtief«, Seite 125.
[1, 2] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »stief«.

Quellen:

  1. Peter Erichsen: Hoffnung auf Regen. Beobachtungen und Erlebnisse aus Namibia. 2. Auflage. Haag + Herchen, Frankfurt am Main 1989, Seite 62. Zitert nach Google Books.
  2. Wrachtach (nich) zugeknöpft. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 13. Juli 2006, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 22. April 2007).
  3. Eberhard Hofmann: Duitsche Sprache, schwere Sprache. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 7. Mai 2009, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  4. Austausch auf Wüstenhof Arandis. Hof(f)manns Erzählungen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 8. August 2008, ISSN 1560-9421 (Bilduntertitelung, URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).
  5. Jeder will toch wer sein. Hof(f)manns Erzählungen. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 8. September 2011, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. Dezember 2011).

stief (Niederdeutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
stief stiefer stiefst

Worttrennung:

stief, Komparativ: stie·fer, Superlativ: stiefst

Aussprache:

IPA: [ˈstiːv], [ˈstiːf][1], Komparativ: [ˈstiːvɐ], Superlativ: [ˈstiːvst]
Hörbeispiele: —, Komparativ: —, Superlativ:

Bedeutungen:

[1] kaum oder nicht biegsam, von einer gewissen Festigkeit und Starre, nicht weich: steif

Sinnverwandte Wörter:

[1] fast, hart, pall, sturr, unbeweeglich

Beispiele:

[1] So’n stiefen Grog is doch wat Scheun’s.
So ein steifer Grog ist doch etwas Schönes.

Redewendungen:

[1] hol di stief

Wortbildungen:

[1] stevig, Stievels, stieven

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Plattmakers-Wörterbuch „stief
[1] Peter Hansen: Digitales Wörterbuch Niederdeutsch (dwn)stief

Quellen:

  1. Peter Hansen: Digitales Wörterbuch Niederdeutsch (dwn)Haupteintrag stief

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: steif