spinnert

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spinnert (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
spinnert spinnerter am spinnertsten
Alle weiteren Formen: Flexion:spinnert

Worttrennung:

spin·nert, Komparativ: spin·ner·ter, Superlativ: am spin·nerts·ten

Aussprache:

IPA: [ˈʃpɪnɐt]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Süddeutschland, Österreich, umgangssprachlich: ein wenig verrückt

Synonyme:

[1] absonderlich, merkwürdig, schräg, seltsam, sonderbar, spleenig, skurril, verrückt, verschroben

Beispiele:

[1] Unsere spinnerten Nachbarn betreten ihren Rasen nicht, damit der gepflegte englische Zierrasen keinen Schaden nimmt.
[1] „Die neue Regierung in Rom hat eine Menge spinnerter Dinge vor.“[1]
[1] „Beide gelten als ein wenig spinnert, der eine, weil er Bäume aus Häusern herauswachsen ließ oder dem Schornstein einer Müllverbrennung eine güldene Kuppel aufsetzte, der andere, weil er die künstlerische Freiheit auf den Untergrund ausgedehnt hat.“[2]
[1] „Er konnte im Gegenteil bemerken, dass es Menschen aus aller Herren Länder waren, gelbe, braune, schwarze, Leute mit langen Haaren, wie sie spinnerte Schwabinger tragen, Leute mit buschigem Wollhaar, Leute mit Zöpfen, kurzum zumeist fremdartige Wesen, denen er nie hold gewesen war, und die meisten verdrehten ihre Augen verzückt und selig und benahmen sich auffällig.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalspinnert
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1580
[1] ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. 41., aktualisierte Auflage. ÖBV, Wien 2009, ISBN 978-3-209-06875-0 (Bearbeitung: Otto Back et al.; Red.: Herbert Fussy, Ulrike Steiner), Seite 609, Eintrag „spinnert“.

Quellen:

  1. Thomas Fricke: Italo-Populisten: Das wahre Dilemma der Römer. In: Spiegel Online. 25. Mai 2018, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 25. Mai 2018).
  2. Wortschatz-Lexikon Uni Leipzig, Quelle: fr-aktuell.de vom 28.07.2005)
  3. Ludwig Thoma → WP: Satiren. In: Projekt Gutenberg-DE. Der Postsekretär im Himmel (URL).