si tacuisses, philosophus mansisses

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si tacuisses, philosophus mansisses (Latein)[Bearbeiten]

Wortverbindung, Sprichwort[Bearbeiten]

Alternative Schreibweisen:

o si tacuisses, philosophus mansisses[1]

Worttrennung:

si ta·cu·is·ses, phi·lo·so·phus man·sis·ses

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Selbstentlarvung eines für schlau Gehaltenen durch törichtes Gerede: wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben (das heißt: dann hätte man dich weiterhin für einen Philosophen gehalten)

Herkunft:

Sinnspruch frei nach Boethius,[2] in dessen Trost der Philosophie jemand auf die Frage eines Möchtegern-Philosophen „Intellegis me esse philosophum?“ („Erkennst du nun, dass ich ein Philosoph bin?“) antwortet: „Intellexeram, si tacuisses.“ („Ich hätte es erkannt, wenn du geschwiegen hättest.“)
Auch die Bibel wird als früheste Quelle vermutet: [3] In Hiob 13.5 der Bibel heißt es sinnverwandt: „Wollte Gott, ihr schwieget: so würdet ihr weise.“

Beispiele:

[1]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Si tacuisses, philosophus mansisses
[1] Duden online „si tacuisses, philosophus mansisses
[1] Redensarten-Index: Wenn du geschwiegen hättest …

Quellen:

  1. Georg Büchmann: Geflügelte Worte aus lateinischen Schriftstellern, fortgesetzt v. Walter Robert-Tornow), 19. Auflage, Berlin 1898, S. 430, Zitatensammlung Geflügelte Worte, 19. Auflage digitalisiert
  2. Consolatio philosophiae (Trost der Philosophie), Oxford, Bodleian Library Auct. F.6.5 (12. Jahrhundert), II,7,20f
  3. Georg Büchmann: Geflügelte Worte aus lateinischen Schriftstellern, fortgesetzt v. Walter Robert-Tornow), 19. Auflage, Berlin 1898, S. 430, Zitatensammlung Geflügelte Worte, 19. Auflage digitalisiert
  4. Aphorismen -abgerufen am 10. März 2018
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