seinen Dreh nicht kriegen

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seinen Dreh nicht kriegen (Deutsch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

Anmerkung zur Aussprache:

Im Nataler Deutsch wird die Aussprache des konsonantischen /r/ apikal ([]) realisiert.[1] Davon abgesehen ist die Aussprache beeinflusst durch norddeutsche phonetische Eigenarten.[2]

Worttrennung:

sei·nen Dreh nicht krie·gen

Aussprache:

IPA: [ˈzaɪ̯n̩ dr̺eː nɪçt ˈkr̺iːɡŋ̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild seinen Dreh nicht kriegen (Info)

Bedeutungen:

[1] nicht genügend Zeit haben, um rechtzeitig fertig zu werden

Herkunft:

Entlehnung aus gleichbedeutend afrikaansem sy draai nie kry nie → af[3]

Sinnverwandte Wörter:

[1] nicht aus dem Knick kommen

Beispiele:

[1] „Ich habe heute früh meinen Dreh nicht gekriegt.[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Hildegard Irma Stielau: Nataler Deutsch. Eine Dokumentation unter besonderer Berücksichtigung des englischen und afrikaansen Einflusses auf die deutsche Sprache in Natal. In: Im Auftrag des Instituts für deutsche Sprache, Mannheim herausgegeben von Leopold Auburger, Heinz Kloss, Gottfried Kolde (Herausgeber): Deutsche Sprache in Europa und Übersee. Berichte und Forschungen. 7. Band, Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1980, ISBN 3-515-02635-5, DNB 800037642, Seite 52.

Quellen:

  1. Hildegard Irma Stielau: Nataler Deutsch. Eine Dokumentation unter besonderer Berücksichtigung des englischen und afrikaansen Einflusses auf die deutsche Sprache in Natal. In: Im Auftrag des Instituts für deutsche Sprache, Mannheim herausgegeben von Leopold Auburger, Heinz Kloss, Gottfried Kolde (Herausgeber): Deutsche Sprache in Europa und Übersee. Berichte und Forschungen. 7. Band, Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1980, ISBN 3-515-02635-5, DNB 800037642, Seite 9.
  2. Ebenda, Seite 85.
  3. 3,0 3,1 Ebenda, Seite 52.