schlauchen

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schlauchen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich schlauche
du schlauchst
er, sie, es schlaucht
Präteritum ich schlauchte
Konjunktiv II ich schlauchte
Imperativ Singular schlauche!
Plural schlaucht!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
geschlaucht haben
Alle weiteren Formen: Flexion:schlauchen

Worttrennung:
schlau·chen, Präteritum: schlauch·te, Partizip II: ge·schlaucht

Aussprache:
IPA: [ˈʃlaʊ̯xn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild schlauchen (Info)
Reime: -aʊ̯xn̩

Bedeutungen:
[1] umgangssprachlich:
[a] jemandem viel abverlangen, großen Anforderungen aussetzen
[b] bis ans Ende der Kräfte beanspruchen, strapazieren; jemandem die Kräfte rauben
[2] landschaftlich: gut auf Kosten eines anderen leben
[3] fachsprachlich: eine flüssige Substanz durch einen Schlauch in ein Behältnis leiten
[4] salopp, veraltend: viel Alkohol konsumieren

Herkunft:
entstammt der Soldatensprache mit der eigentlichen Bedeutung „weich machen wie ein Schlauch[1]

Sinnverwandte Wörter:
[1a] herannehmen
[1b] anstrengen, ermüden, erschöpfen, rädern, stressen
[2] erbetteln, schmarotzen, schnorren
[4] bechern, saufen

Oberbegriffe:
[1a] fordern
[1b] ermatten
[2] ausnutzen
[4] trinken

Beispiele:
[1a] Der Ausbilder schlaucht die Rekruten.
[1b] Dieses komplizierte Unterfangen hat uns ganz schön geschlaucht.
[1b] Das warme Wetter schlaucht ganz schön.
[2] Schlauchst du eigentlich immer bei fremden Leute?
[3] Das Jungbier wird nach der Gärung zur Lagerung in den Keller geschlaucht.
[4] Die hat aber anständig einen geschlaucht.

Wortbildungen:
[2] durchschlauchen
[4] vollschlauchen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1–4] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1467
[1–4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „schlauchen
[1] canoonet „schlauchen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonschlauchen
[1] The Free Dictionary „schlauchen

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1467

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: bauchen, fauchen, Schläuchen, schmauchen, tauchen