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pritscheln

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

pritscheln (Deutsch)

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Person Wortform
Präsens ichpritschel
pritschele
pritschle
dupritschelst
er, sie, espritschelt
Präteritum ichpritschelte
Konjunktiv II ichpritschelte
Imperativ Singularpritschel!
pritschele!
pritschle!
Pluralpritschelt!
PerfektPartizip IIHilfsverb
gepritschelt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:pritscheln

Worttrennung:

prit·scheln, Präteritum: prit·schel·te, Partizip II: ge·prit·schelt

Aussprache:

IPA: [ˈpʁɪt͡ʃl̩n]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild pritscheln (Info)

Bedeutungen:

[1] in oder mit (einer kleineren Menge) Wasser spielen
[2] beim Fließen ein gleichförmiges, helles Geräusch machen
[3] unpersönlich: andauernd, gleichförmig, mäßig stark regnen

Herkunft:

lautmalerisch/lautnachahmend wie plätschern[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] herumspritzen, planschen/plantschen
[2] plätschern

Beispiele:

[1] „Die Wasserspiele sind vor allem bei Kindern beliebt – und man sieht sie bei schönem Wetter regelmäßig dort pritscheln.[2]
[1] „Wie bei vielen anderen Berghütten in den Kalkalpen ist Wasser Mangelware. Es gibt keine Quelle, also muss auch das Trinkwasser heraufgeflogen werden; das Regenwasser wird als Brauchwasser gesammelt. »Manche verstehen nicht, warum sie hier nicht mit dem Wasser pritscheln können«, erzählt Hüttenwirtin Karin.“[3]
[2] „Franz unterstreicht ihre Erzählungen mit den Geräuschen, die es so auf einer Pferdekoppel gibt, lässt Wasser laut und vernehmlich von einer blechernen Kanne in eine andere pritscheln.[4]
[2] „Aus der vermoosten Mauer pritschelt ein kleines, klares Wasserrinnsal.“[5]

Wortbildungen:

verpritscheln

Übersetzungen

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[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „pritscheln
[1, 2] ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. Schulausgabe – 43. Auflage. ÖBV, Wien 2016, ISBN 978-3-209-08513-9 (Bearbeitung: Magdalena Eybl et al.; Red.: Christiane M. Pabst, Herbert Fussy, Ulrike Steiner) „pritscheln“, Seite 548.
[1, 2] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115 „pritscheln“, Seite 591.
[1, 2] Ludwig Zehetner: Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern. 4. Auflage. edition vulpes, Regensburg 2014, ISBN 3-939112-50-1 „pritscheln“, Seite 276.
[1] Jakob Ebner: Duden, Österreichisches Deutsch. Wörterbuch der Gegenwartssprache in Österreich. 5., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-411-04985-1 „pritscheln“, Seite 365.
[1, 3] Leopold Ziller: Was nicht im Duden steht. Ein Salzburger Mundart-Wörterbuch. 1. Auflage. Selbstverlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1979, Seite 139

Quellen:

  1. Ludwig Zehetner: Basst scho!. Eine neue Runde auf dem Spaziergang durch die Heimatsprache Altbayerns. 3, edition vulpes, Regensburg 2011, ISBN 978-3-939112-53-2, Seite 208
  2. Nach Chloraustritt. In: Münchner Merkur, 21. April 2017 (zitiert nach DWDS).
  3. Thomas Neuhold: Bergtourismus-Boom: Die Ansprüche an alpine Schutzhütten steigen. In: DiePresse.com. 17. Juni 2020, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 29. Juni 2020).
  4. Kleinkunst in der kleinen Welt. In: Mittelbayerische, 26. September 2017 (zitiert nach DWDS).
  5. Petra Neumaier: Fernab der lärmenden Welt. In: sueddeutsche.de. 24. Mai 2020, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 29. Juni 2020).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: pritschen, tritscheln