nackend

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nackend (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
nackend
Alle weiteren Formen: Flexion:nackend

Worttrennung:

na·ckend, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ˈnakn̩t]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild nackend (Info)
Reime: -akn̩t

Bedeutungen:

[1] veraltet, noch landschaftlich: keine Bekleidung oder sonstige Bedeckung tragend; nicht bekleidet, nicht bedeckt

Herkunft:

Bei der neuhochdeutschen Nebenform nackend handelt es sich um ein Erbwort aus mittelhochdeutschem nackent → gmh[1] / nakent → gmh[2] (vergleiche entsprechend mittelniederdeutsches nākent → gml, mittelniederländisches nakent → dum sowie niederländisches nakend → nl), welches als Kontamination aus mittelhochdeutschem nacket → gmh und (mitteldeutsch) nacken → gmh aufgefasst werden kann,[1] aber wohl eher eine Bildung mit sekundärem n[2] als Nasalinfix ist.[1]

Beispiele:

[1] „Die jungen Spartaner muſten ſich alle zehen Tage vor den Ephoren nackend zeigen, die denjenigen, welche anfiengen fett zu werden, eine ſtrengere Diaͤt auflegten.“[3]
[1] „Schimpfend entkleidete uns die Mutter im kleinen Flur des Kottens, machte uns nackend, wie es bei uns heißt. […] Als wir nackend und leise wimmernd im Flur standen, ging meine Mutter in die Küche und holte die Rute vom Küchenschrank, ein Bündel Birkenruten, das mit einem blauen Seidenbändchen zusammengebunden war.“[4]
[1] „Wir gehen immer nackend, daher wird die Hitze nie lästig!“[5]
Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag »nackt« unter der Bedeutung [1].
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.
Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „nackend
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „nackend
[1] Duden online „nackend
[1] wissen.de – Wörterbuch „nackend
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalnackend

Quellen:

  1. 1,0 1,1 1,2 Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „nackend“.
  2. 2,0 2,1 Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. neu bearbeitete 5. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort »nackt: nackend«, Seite 582.
  3. Johann Joachim Winckelmann: Gedanken uͤber die Nachahmung der griechiſchen Werke in der Malerey und Bildhauerkunſt. Zweyte vermehrte Auflage. Im Verlag der Waltheriſchen Handlung, Dresden und Leipzig 1756, Seite 5 (Zitiert nach Internet Archive).
  4. Erwin Strittmatter: Der Laden. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1983, Seite 279.
  5. Susanne Leinemann: Der Orden der Fruchtesser. In: mare. Die Zeitschrift der Meere. Nummer 83, Dezember 2010, ISSN 1432-928X (Onlineversion: URL (Archivversion vom 19. Juli 2012), abgerufen am 26. Mai 2018).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen:
Levenshtein-Abstand von 1: knackend
Levenshtein-Abstand von 2: nagend