kontraintuitiv

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kontraintuitiv (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
kontraintuitiv
Alle weiteren Formen: Flexion:kontraintuitiv

Worttrennung:

kon·tra·in·tu·i·tiv, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ˈkɔntʁaʔɪntuiˌtiːf]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild kontraintuitiv (Info)

Bedeutungen:

[1] entgegen der Intuition oder dem gesunden Menschenverstand; der Intuition widersprechend
[2] schwer zu verstehen, nicht eingängig

Gegenwörter:

[1] intuitiv

Beispiele:

[1] Die Vorgehensweise wirkt zunächst kontraintuitiv, erweist sich jedoch als äußerst effizient und durchdacht.
[1] Diese Fälle werden vielfach als kontraintuitiv empfunden und werden daher oft Paradoxien der materialen Implikation genannt.[1]
[1] Ein Gedanke kann auf zwei Arten kontraintuitiv sein: Entweder widerspricht er intuitiven Schlussfolgerungen, oder er überträgt Schlussfolgerungen der einen Kategorie auf eine andere Kategorie, die diese Schlüsse normalerweise nicht zulässt.[2]
[1] So besehen, stellt die Idee der kritischen Prüfung durchaus eine kontraintuitive Idee dar, kontraintuitiv im Licht der meisten Alltagsüberzeugungen."[3]
[1] Diese Bedeutung ist umso höher einzuschätzen vor dem Hintergrund ihres kontraintuitiven Charakters in unserem Alltagsdenken.[3]
[1] Bourdieus kontraintuitive Idee der ökonomischen Verfremdung ist letztlich nicht kontraintuitiv.[4]
[1] Darüber hinaus ist jede Form von (Sozial-)Konstruktivismus notwendigerweise kontraintuitiv.[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1]

Quellen:

  1. Wikipedia-Artikel „Implikation
  2. Ina Hillmann: Ausgewählte Beiträge zu einer religionswissenschaftlichen Definition von Religion. GRIN Verlag, 2007, ISBN 9783638679930, bei Google Books
  3. 3,0 3,1 Sir Karl Raimund Popper, Kurt Salamun: Karl R. Popper und die Philosophie des kritischen Rationalismus. Rodopi, 1989, ISBN 9789051830910, bei Google Books
  4. „Der illusionslose Illusionist“ von Armin Nassehi (taz.de, 26.01.2002)
  5. Georg Kneer: Handbuch soziologische Theorien. VS Verlag, 2009, ISBN 9783531152318, bei Google Books