knaupeln

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knaupeln (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich knauple
knaupele
du knaupelst
er, sie, es knaupelt
Präteritum ich knaupelte
Konjunktiv II ich knaupelte
Imperativ Singular knaupel!
knauple!
knaupele!
Plural knaupelt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
geknaupelt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:knaupeln

Worttrennung:

knau·peln, Präteritum: knau·pel·te, Partizip II: ge·knau·pelt

Aussprache:

IPA: [ˈknaʊ̯pl̩n]
Hörbeispiele:
Reime: -aʊ̯pl̩n

Bedeutungen:

[1] in kleinen Bissen von etwas essen; auch: beständig an etwas kauen
[2] Mühe/Schwierigkeiten dabei haben, bei etwas voranzukommen, sich bei etwas, mit dem man sich beschäftigt, abmühen

Herkunft:

aus dem Mitteldeutschen kommend, seit dem 18. Jahrhundert belegt[1][2]

Synonyme:

[1] knabbern, knaupern, mümmeln, nagen
[2] sich abrackern, an etwas zu kauen haben, sich mühen, sich verausgaben

Unterbegriffe:

[1] abknaupeln

Beispiele:

[1] „Es war einmal ein Eichhoͤrnchen, das ſaß auf einer Tanne, und die Tanne hatte fuͤnf Reihen von Aeſten, eine uͤber der anderen; und ganz oben auf dem Knauf der Tanne ſaß das Eichhoͤrnchen und knaupelte froͤhlich an ſeinen Nuͤſſen.“ [1864][3]
[1] „Wo ſie nur gehen und ſtehen machen ſie [wolluͤſtige Leuthe] ſich was zu thun, oder wollen etwas zu thun haben, und wenn ſie nicht weiterkommen und was anders vornehmen koͤnnen, ſo knaupeln ſie an ihren Nageln, und reiben und ſchaben dieſelben mit denen Zaͤhnen weg […]“ [1720][4]
[2]

Wortbildungen:

knaupelig, Knaupeln

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[(1)] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „knaupeln
[*] canoo.net „knaupeln
[1, 2] Duden online „knaupeln
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonknaupeln
[1, (2)] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „knaupeln
[1, 2] Joachim Heinrich Campe: Wörterbuch der deutschen Sprache. Zweiter Theil. F bis K, Braunschweig 1808 (Internet Archive), Seite 975, Stichwort „knaupeln“

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, DNB 1012311937, Seite 505, Stichwort „knaupeln“.
  2. Duden online „knaupeln“.
  3. Adolf M. Klim et al. (Herausgeber): Znaimer Wochenblatt. Znaim 1864, Seite 10 (zitiert nach Google Books, abgerufen am 27. Februar 2018).
  4. Clisander: Einleitung zu der Welt⸗Weißheit oder Philosophie eines galanten Frauenzimmers. Verlag von Johann Christoph Coerner, Leipzig 1720, Seite 332 (zitiert nach Google Books, abgerufen am 27. Februar 2018).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: knaupern, knausern