kippen

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kippen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich kippe
du kippst
er, sie, es kippt
Präteritum ich kippte
Konjunktiv II ich kippte
Imperativ Singular kippe!
Plural kippt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gekippt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:kippen

Worttrennung:

kip·pen, Präteritum: kipp·te, Partizip II: ge·kippt

Aussprache:

IPA: [ˈkɪpən], [ˈkɪpn̩], [ˈkɪpm̩], Präteritum: [ˈkɪptə], Partizip II: [ɡəˈkɪpt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild kippen (Info), Präteritum: —, Partizip II:
Reime: -ɪpn̩

Bedeutungen:

[1] transitiv: etwas schräg stellen, in Schräglage bringen
[2] transitiv: etwas durch Schrägstellen aus einem Gefäß schütten
[3] transitiv, übertragen: verhindern, scheitern lassen

Herkunft:

seit dem 17. Jahrhundert bezeugt; vermutlich zu niederdeutsch: Kippe Spitze, Kante gebildet[1][2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] neigen
[2] schütten, ausschütten

Beispiele:

[1] Wenn du die Kiste jetzt kippst, wird der ganze Sand herausrieseln.
[2] Der Lieferant kippte den Sand einfach vom Laster vor das Garagentor.
[3] Das Gesetz wurde nun endgültig gekippt.
[3] Das Bundesverfassungsgericht wird den Gesetzentwurf kippen.
[3] Bereits im Jahressteuergesetz 2009 sollen die Zertifikatefonds gekippt werden.[3]

Redewendungen:

sich einen hinter die Binde kippen, einen kippen — Alkohol trinken

Wortbildungen:

Kippe, Kipper, Kippfenster, Kipplaster, Kipplüften, Kipplüftung, Kippschalter, Kippschaltung
kippbar, kippsicher
abkippen, ankippen, auskippen, wegkippen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „kippen
[2] canoo.net „kippen
[1, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonkippen

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 406.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 489.
  3. Ellen Ashauer-Moll, Sonja Rösch: Abgeltungsteuer. Kapital schützen - Steuern optimieren. Springer DE, 2008, ISBN 9783834981639, Seite 128 (zitiert nach Google Books).


Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich kippe
du kippst
er, sie, es kippt
Präteritum ich kippte
Konjunktiv II ich kippte
Imperativ Singular kippe!
Plural kippt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gekippt sein
Alle weiteren Formen: Flexion:kippen

Worttrennung:

kip·pen, Präteritum: kipp·te, Partizip II: ge·kippt

Aussprache:

IPA: [ˈkɪpən], [ˈkɪpn̩], [ˈkɪpm̩], Präteritum: [ˈkɪptə], Partizip II: [ɡəˈkɪpt]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:
Reime: -ɪpn̩

Bedeutungen:

[1] intransitiv: aus dem Gleichgewicht geraten und stürzen; über eine Kante fallen
[2] intransitiv: umschlagen; schlagartig von einem Zustand in einen negativen Zustand wechseln

Sinnverwandte Wörter:

[1] umfallen

Unterbegriffe:

[2] umkippen

Beispiele:

[1] Erst wackelte das Schild, dann kippte es.
[1] Als ich von meinem Lottogewinn hörte, bin ich fast vom Stuhl gekippt.
[2] Von einem Moment auf den anderen kann die Stimmung kippen.

Redewendungen:

salopp: aus den Latschen kippen — ohnmächtig werden, das Bewusstsein verlieren

Wortbildungen:

abkippen, kippeln, umkippen
kippelig, kipplig

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „kippen
[1] canoo.net „kippen
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonkippen

Ähnliche Wörter:

kip, Kippen, kippeln, kiffen. kappen