kardinal

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kardinal (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
kardinal
Alle weiteren Formen: Flexion:kardinal

Worttrennung:

kar·di·nal, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [kaʁdiˈnaːl]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild kardinal (Info)
Reime: -aːl

Bedeutungen:

[1] bildungssprachlich: wichtigst, den entscheidenden Punkt einer Sache betreffend

Herkunft:

Entlehnung aus dem Spätlateinischen vom Adjektiv cardinalis → lavorzüglich, den Angelpunkt oder Hauptpunkt bildend“, einer Ableitung zum Substantiv cardo → la „Angelpunkt, Drehpunkt, Türangel[1]

Synonyme:

[1] entscheidend, hauptsächlich

Sinnverwandte Wörter:

[1] ausschlaggebend, bestimmend, essentiell, grundlegend, maßgebend, primär, schwerpunktmäßig, substanziell, im wesentlichen, zentral

Gegenwörter:

[1] nebensächlich, am Rande, unwichtig

Beispiele:

[1] Die Verteidigung der Menschenrechte ist ein kardinales Prinzip des deutschen Grundgesetzes.
[1] Die Erhöhung der Liquidität ist unser kardinales Problem. Wenn wir das nicht schaffen gehen wir in drei Monaten in Insolvenz.
[1] Dass in Deutschland letztlich die Kultusminister und nicht (wie im Angelsächsischen) die Rektoren in Verbindung mit den Fachvertretern und Dekanen über die Ernennung von Professoren entscheiden, ist ein kardinales Problem.[2]
[1] „Es ist ein kardinaler Irrtum zu glauben, dass unsere Freiheit, unsere Demokratie, unserer Rechtsstaatlichkeit, selbstverständlich sind. Ein fundamentaler Trugschluss, wie wir in vielen Ländern der Welt sehen können.“
[1] Moral - ein kardinales Thema der Philosophie, das, wenn es ums Ganze geht, irgendwie nicht fehlen darf.[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Substantiv: kardinaler Denkfehler, kardinale Frage, kardinaler Irrtum, kardinale Schwäche, kardinaler Unterschied

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „kardinal
[*] canoonet „kardinal
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalkardinal
[1] Duden online „kardinal
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „kardinal
[1] wissen.de „kardinal

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 930, Eintrag „kardinal“.
  2. Rüdiger Görner: Das angelsächsische Modell ist kein Vorbild. Die Geisteswissenschaften dürfen nicht dem Kosten-Nutzen-Denken unterworfen werden. In: Welt Online. 3. April 2001, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 2. Januar 2017).
  3. Martin Seel: Die letzten Geheimnisse der menschlichen Natur. Der amerikanische Denker Stanley Cavell ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Dabei gehört er zu den Pionieren einer Philosopie des Films. Nun liegt sein Buch "Der Anspruch der Vernunft" vor. Cavall beschäftigt sich mit "Ludwig Wittgenstein, Skeptizismus, Moral und Tragödie". In: Welt Online. 13. Januar 2007, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 2. Januar 2017).
  4. Oxford Learner's Dictionary „cardinal“

kardinal (Dänisch)[Bearbeiten]

Substantiv, u[Bearbeiten]

  Singular

Plural
Unbestimmt en kardinal

kardinaler

Bestimmt kardinalen

kardinalerne

Worttrennung:

kar·di·nal, Plural: kar·di·na·ler

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Religion, speziell Katholizismus: Kardinal
[2] Zoologie, speziell Ornithologie: Kardinal, Rotkardinal (Cardinalis cardinalis)

Synonyme:

[2] rød kardinal

Oberbegriffe:

[2] finke, fugl

Beispiele:

[1]

Wortbildungen:

[1] kardinalkollegie, kardinalkollegium

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Dänischer Wikipedia-Artikel „kardinal (katolske kirke)
[1, 2] Den Danske Ordbog: „kardinal
[1, 2] Ordbog over det danske Sprog: „kardinal