inte spotta i glaset

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inte spotta i glaset (Schwedisch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

Worttrennung:

in·te spot·ta i gla·set

Aussprache:

IPA: [`ɪntə `spɔtːa ɪ ˈɡlɑːsət]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Alkohol mögen[1] alkoholische Getränke schätzen[2]; gerne einen hinter die Binde gießen[3]; fleißig dem Alkohol zusprechen, sich gerne einen genehmigen, immer eine trockene Kehle haben[4]; nicht Nein zu einem Gläschen sagen, gerne ein Glas trinken, versessen auf Branntwein oder Bier sein, sich bei Gelegenheit kräftig betrinken[5]; dem Alkohol nicht abgeneigt sein; wörtlich: „nicht ins Glas spucken“

Herkunft:

Spotta → sv“ bedeutet „spucken“ und wird sowohl verwendet, um das „Ausspucken“ zu beschreiben, wie auch um „Verachtung“ auszudrücken.[6] Die Redewendung spotta i glaset kommt fast ausschließlich in der verneinten Form: inte spotta i glaset vor und ist seit langem gebräuchlich. Ein Beispiel von 1709 aus der Sprichwortsammlung von Celsius: „Han spottar intet i Glaset den buszen.“ (Han spottar inte i glaset, den buse.) frei übersetzt „Der Schlawiner gießt sich auch gerne einen hinter die Binde.“[5]

Sinnverwandte Wörter:

[1] ta sig en bläcka, ta sig en sup, ta sig ett glas, ta sig ett rus, ta sig en fylla, ta sig en geting, ta sig en magborstare, ta sig en jamare, ta sig en hutt, ta sig en dragnagel, ta sig ett järn, ta sig en nubbe, ta sig en tröstare, titta för djupt i glaset, supa som en borstbindare

Beispiele:

[1] Hon har ett rykte om sig att inte direkt spotta i glaset.
Man sagt ihr nach, dass sie dem Alkohol nicht direkt abgeneigt sei.
[1] Han är inte den som spottar i glaset.
Er trinkt gerne mal ein Glas.
[1] Jag har inte alltid spottat i glaset.[7]
Ich habe nicht immer Nein zu einem Gläschen gesagt.
Ich habe mir früher gerne einen genehmigt.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Schwedischer Wikipedia-Artikel „Lista över svenska idiomatiska uttryck

Quellen:

  1. Übersetzung aus Anna Hallström, Urban Östberg: Svår svenska, Idiom och slang i urval. Stockholm, 1998, Seite 54
  2. Übersetzung aus Norstedt (Herausgeber): Norstedts svenska ordbok. 1. Auflage. Språkdata och Norstedts Akademiska Förlag, 2003, ISBN 91-7227-407-7 "spotta", Seite 1036
  3. Norstedt (Herausgeber): Norstedts stora tyska ordbok. 1. Auflage. Norstedts Akademiska Förlag, 2008, ISBN 978-91-7227-486-0 "spotta", Seite 524
  4. Hans Schottmann, Rikke Petersson: Wörterbuch der schwedischen Phraseologie in Sachgruppen. LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7957-7, Seite 258
  5. 5,0 5,1 Übersetzung aus Svenska Akademiens Ordbok „spotta
  6. Übersetzung aus Anders Fredrik Dalin: Ordbok öfver svenska språket. A.F. Dalin, Stockholm 1850–1853 (digitalisiert), „spotta“.
  7. Göteborgs Posten, gelesen 12/2012