hochtrabend

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hochtrabend (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
hochtrabend hochtrabender am hochtrabendsten
Alle weiteren Formen: Flexion:hochtrabend

Worttrennung:

hoch·tra·bend, Komparativ: hoch·tra·ben·der, Superlativ: hoch·tra·bends·ten[1]

Aussprache:

IPA: [ˈhoːxˌtʁaːbn̩t]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild hochtrabend (Info) Lautsprecherbild hochtrabend (Info)

Bedeutungen:

[1] abwertend: übertrieben vornehm und dabei ohne Inhalt

Herkunft:

[1] Wahrscheinlich eher zu der ein ähnliches Bild nutzenden Redewendung „vom hohen Roß herab“ gebildet, nicht von dem fachsprachlichen Begriff Hochtraber.[2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] geschwollen, schwülstig, hochgestochen

Beispiele:

[1] Dieses hochtrabende Gerede hätte er sich sparen können.
[1] „Unter solchen Umständen können auch die hochtrabendsten Redensarten von Höhe und Tiefe der Kunst, von den großen Aufgaben der Gegenwart und den strengsten Anforderungen an ihre Leistungen kein sonderliches Vertrauen erwecken.“[3]
[1] „Die Affichen sind mit hochtrabenden Namen unterfertigt, »Hochschule für geheime Wissenschaften«, »Gelehrte Gesellschaft für okkultes Wissen« und so weiter.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „hochtrabend
[1] canoo.net „hochtrabend
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonhochtrabend
[1] The Free Dictionary „hochtrabend

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden – Richtiges und gutes Deutsch. Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle. 4. Auflage. Dudenverlag, 1997, ISBN 3411040947, Seite 371 f.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 416
  3. Helmut Kirchmeyer: Situationsgeschichte der Musikkritik und des musikalischen Pressewesens in Deutschland. Bosse, 1985, ISBN 9783764923105, Seite 272
  4. Egon Erwin Kisch: Elf Totenköpfe auf dem Katheter. In: Aus dem Café Größenwahn. Klaus Wagenbach, Berlin 2013, ISBN 978-3-8031-1294-1, Seite 12-17, Zitat Seite 12. Datiert 1914.