hilflos

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hilflos (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
hilflos hilfloser am hilflosesten
Alle weiteren Formen: Flexion:hilflos

Worttrennung:

hilf·los, Komparativ: hilf·lo·ser, Superlativ: am hilf·lo·ses·ten

Aussprache:

IPA: [ˈhɪlfloːs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild hilflos (Info)

Bedeutungen:

[1] nicht in der Lage, allein zurechtzukommen/sich selbst zu helfen; auf Hilfe angewiesen
[2] nicht in der Lage, jemandem zu helfen
[3] intellektuell überfordert

Herkunft:

mittelhochdeutsch helf(e)los, althochdeutsch helf(a)lōs, belegt seit der Zeit um das Jahr 1000[1]
strukturell: Ableitung vom Stamm des Substantivs Hilfe mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -los

Sinnverwandte Wörter:

[1] hilfsbedürftig, ohnmächtig
[2] unbeholfen, ungeschickt
[3] ratlos, verwirrt

Beispiele:

[1] „Mein Vater muss sich sehr hilflos vorgekommen sein, abhängig von seinen halbwüchsigen Kindern.“[2]
[1] „Der Vogel, von der Größe einer Taube, schüttelte die verstaubten Federn seines seit einer Ewigkeit unbenutzten Gefieders, stakste unsicher auf dem Fußboden umher, machte einen hilflosen Flugversuch und hüpfte schließlich durch eine Tür, die sich rechts des gewaltigen Kamins auftat.“[3]
[2]
[3]

Wortbildungen:

Hilflosigkeit

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „hilflos
[1, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „hilflos
[*] canoo.net „hilflos
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonhilflos
[1–3] The Free Dictionary „hilflos
[1–3] Duden online „hilflos

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Hilfe“.
  2. Mehmet Gürcan Daimagüler: Kein schönes Land in dieser Zeit. Das Märchen von der gescheiterten Integration. Goldmann, München 2013, ISBN 978-3-442-15737-2, Seite 123.
  3. Ulrich Tukur: Die Spieluhr. Ullstein, Berlin 2013, ISBN 978-3-550-08030-2, Seite 94