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gemeinfrei

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

gemeinfrei (Deutsch)

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Positiv Komparativ Superlativ
gemeinfrei — —
Alle weiteren Formen: Flexion:gemeinfrei
[1] gemeinfrei
[1] gemeinfrei

Worttrennung:

ge·mein·frei, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ɡəˈmaɪ̯nˌfʁaɪ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild gemeinfrei (Info)

Bedeutungen:

[1] Recht: keinem Urheberrecht unterliegend und dadurch kostenlos nutzbar
[2] historisch, selten: nicht vom Adel abhängig und alle politischen Rechte besitzend

Sinnverwandte Wörter:

[1] lizenzfrei

Gegenwörter:

[1] geschützt

Beispiele:

[1] Werke, deren Urheberrechtsschutz abgelaufen ist, sind gemeinfrei.
[1] „Diesen Zustand wollen wenigstens die Nicht-Erben zu ihren Gunsten aufheben: In Gestalt eines ‚Goethe-Groschens‘ solle "heute lebenden Urhebern" eine Abgabe aufs gemeinfreie Werk zugute kommen, verteilt über ‚eine noch einzurichtende Inkassostelle‘.“[1]
[1] „70 Jahre nach Brechts Tod wird sein Werk gemeinfrei, das heißt, es kann ab 2026 von jedermann ohne Genehmigung oder Zahlungsverpflichtung zu jedem beliebigen Zweck verwendet werden.“[2]
[1] „Im Rahmen der zweiten Tatbestandsalternative (gemeinfreies Werk) besteht bereits kein blockierungsfähiges Schutzrecht.“[3]
[2] „[…] Das Hofrecht tritt in bestimmten Instituten auf, deren allgemeine Bedeutung leicht erkennbar ist, und welche sich meistens als Nachbildungen freiheitlicher Einrichtungen in schwächeren Formen darstellen; die wichtigsten Institute des Familienrechts, eine Gewere am Grundbesitz, eine Vereinigung in Genossenschaften und Gemeinden fehlte nicht; die mächtigeren Dienstmannen, namentlich der geistlichen Stifter, brachten es schon zu einer Art politischer Berechtigung, und deuteten ihre später eintretende Verschmelzung mit den gemeinfreien Grundbesitzern an, ja sie nahmen wohl gar vor den Geringeren unter diesen, in Folge des Ritterdienstes, des Reichthums und der Macht ihrer Herren, einen Vorzug in Anspruch. […]“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein gemeinfreies Buch / Werk, ein gemeinfreier Inhalt / Text

Wortbildungen:

Gemeinfreiheit
[2] Gemeinfreier, Gemeinfreie

Übersetzungen

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[1] Wikipedia-Artikel „Gemeinfreiheit“
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „gemeinfrei“
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „gemeinfrei“
[1, 2] Duden online „gemeinfrei“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „gemeinfrei“
[2] wissen.de – Lexikon „Gemeinfreie“
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „gemeinfrei“

Quellen:

  1. ↑ Helmut Schmitz: Schriftstellerverband und Börsenverein als Lobbyisten. In: Frankfurter Rundschau. 17. Oktober 1997, ISSN 0940-6980, Seite 9.
  2. ↑ Ich will nie wieder artig sein. In: Berliner Zeitung. 2. Oktober 2015.
  3. ↑ Thomas W. Boddien, ‎Christian Czychowski, Andreas Dustmann, Anke Nordemann-Schiffel, Axel Nordemann, Jan Bernd Nordemann, Wilhelm Nordemann, Evelyn Ruttke, Martin Schaefer, Jan Scharringhausen, Volker Schmitz-Fohrmann, Martin Wirtz, Sebastian Engels, Julian Waiblinger; Friedrich Karl Fromm (Herausgeber): Urheberrecht. Kommentar zu Urheberrechtsgesetz, Verlagsgesetz, Neu: Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz, EU-Portabilitätsverordnung, EU-Marrakesch-Verordnung, Einigungsvertrag (Urheberrecht). 13., überarbeitete Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-17-043862-0, Seite 1938 (Zitiert nach Google Books).
  4. ↑ Georg Beseler: Volksrecht und Juristenrecht. 1. Auflage. Weidmann, Leipzig 1843, Seite 15 (Digitalisat Staatsbibliothek zu Berlin/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-20090519374).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: miefigeren