freiwillige Ausreise

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freiwillige Ausreise (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f, Wortverbindung, adjektivische Deklination[Bearbeiten]

starke Deklination ohne Artikel
Singular Plural
Nominativ freiwillige Ausreise freiwillige Ausreisen
Genitiv freiwilliger Ausreise freiwilliger Ausreisen
Dativ freiwilliger Ausreise freiwilligen Ausreisen
Akkusativ freiwillige Ausreise freiwillige Ausreisen
schwache Deklination mit bestimmtem Artikel
Singular Plural
Nominativ die freiwillige Ausreise die freiwilligen Ausreisen
Genitiv der freiwilligen Ausreise der freiwilligen Ausreisen
Dativ der freiwilligen Ausreise den freiwilligen Ausreisen
Akkusativ die freiwillige Ausreise die freiwilligen Ausreisen
gemischte Deklination (mit Possessivpronomen, »kein«, …)
Singular Plural
Nominativ eine freiwillige Ausreise keine freiwilligen Ausreisen
Genitiv einer freiwilligen Ausreise keiner freiwilligen Ausreisen
Dativ einer freiwilligen Ausreise keinen freiwilligen Ausreisen
Akkusativ eine freiwillige Ausreise keine freiwilligen Ausreisen

Hinweis:

„Freiwillige Ausreise“ wurde von der GfdS zum Unwort des Jahres 2006 gekürt.

Worttrennung:

frei·wil·li·ge Aus·rei·se, Plural: frei·wil·li·ge Aus·rei·sen

Aussprache:

IPA: [ˌfʀaɪ̯vɪlɪɡə ˈʔaʊ̯sʀaɪ̯zə], Plural: [ˌfʀaɪ̯vɪlɪɡə ˈʔaʊ̯sʀaɪ̯zn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild freiwillige Ausreise (Info), Plural:

Bedeutungen:

[1] die gesetzlich erzwungene Ausreise von abgelehnten Asylbewerbern

Herkunft:

Wortverbindung aus dem Adjektiv freiwillig und dem Substantiv Ausreise

Beispiele:

[1] „Dieses Vorgehen ist schlimm genug – dann jedoch von ‚freiwilliger Ausreise‘ zu sprechen, grenzt schon an bewußte Vorspiegelung falscher Tatsachen.“[1]
[1] „Die Jury rügte Wortungetüme wie ‚Konsumopfer‘ und ‚Neiddebatte‘, entschied sich aber letztlich für einen Begriff aus der Ausländer- und Flüchtlingspolitik: Sie kürte ‚Freiwillige Ausreise‘ zum Unwort des Jahres.“[2]
[1] „Arigona Zogaj und deren Mutter, die mit zwei jüngeren Geschwistern die Wahl zwischen freiwilliger Ausreise und gewaltsamer Abschiebung haben, sind akut selbstmordgefährdet.“[3]
[1] „Der Aufenthaltstitel sei hier nicht erloschen, weil es an einer freiwilligen Ausreise fehle, so die Begründung der Richter.“[4]


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „freiwillige Ausreise
[1] UnwortdesJahres.net "freiwillige Ausreise"

Quellen:

  1. Freiwillige Rückkehr nach bayerischer Art. In: Süddeutsche Zeitung. Nummer 248, 25. Oktober 1997, ISSN 0174-4917, Seite 15.
  2. Unwort des Jahres: "Freiwillige Ausreise". In: Spiegel Online. 19. Januar 2007, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 25. Oktober 2015).
  3. Michael Frank: Voll integriert, aber unerwünscht. In: Süddeutsche Zeitung. 17. Juni 2010, ISSN 0174-4917, Seite 7.
  4. bk: Bundesverwaltungsgericht: Auslieferung ist keine freiwillige Ausreise. In: MiGAZIN – Migration in Germany. 20. Januar 2012 (URL, abgerufen am 26. Oktober 2015).