famos

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famos (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
famos famoser am famosesten
Alle weiteren Formen: Flexion:famos

Worttrennung:

fa·mos, Komparativ: fa·mo·ser, Superlativ: am fa·mo·ses·ten

Aussprache:

IPA: [faˈmoːs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild famos (Info)
Reime: -oːs

Bedeutungen:

[1] große Anerkennung/Bewunderung auslösend

Herkunft:

im 16. Jahrhundert von lateinisch famōsus → la „viel besprochen“, „berühmt“, „berüchtigt“ entlehnt und im 19. Jahrhundert unter Einfluss von französisch fameux → frberühmt“ mit der heutigen Bedeutung „prächtig, großartig“ versehen, laut Duden in diesem Sinne ein Studentenwort des 19. Jahrhunderts[1]
Jugendsprache von vor 1900[2]

Synonyme:

[1] ausgezeichnet, spitze, großartig, erstklassig, vortrefflich, prächtig
[1] siehe: Verzeichnis:Deutsch/Aufwertung

Beispiele:

[1] Das ist eine famose Idee!
[1] Die Stimmung ist famos!
[1] Die Mannschaft spielt famos!
[1] „Staszek hatte für die Reise zwei Kartons famosen Weins geladen.“[3]
[1] „Das Lachen über den famos sinnigen Unsinn der Verse von Julius Brammer und Alfred Grünwald bleibt den Zuschauern dennoch nicht im Halse stecken, denn Leonard Prinsloo inszenierte so dezent, dass niemand sich provoziert fühlen muss.“[4]
[1] „England stürmt famos, vergisst jedoch, ein Tor zu schießen.“[5]
[1] „Dževad Karahasans von Katharina Wolf-Griesshaber famos ins Deutsche übersetzter Ideenroman ist ein Jahrzehnte-Ereignis.“[6]
[1] „Und was sagte der famose Almer? ‚Es dauert, bis ich das richtig einordnen kann.‘“[7]
[1] „Auch mit 38 Jahren zeigt Italiens Torwart-Legende Gianluigi Buffon eine famose Leistung im EM-Viertelfinale.“[8]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „famos
[1] canoonet „famos
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalfamos
[1] The Free Dictionary „famos

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. neu bearbeitete 5. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort famos.
  2. Von knorke bis gaga – die Entwicklung der Jugendsprache, Spiegel-Online vom 2. Juni 2008
  3. Janosch: Polski Blues. Roman. Goldmann, München 1991, ISBN 978-3-442-30417-2, Seite 22.
  4. Wilhelm Sinkovicz: Lehár-Festival: Ohrwürmer und sinniger Unfug. In: DiePresse.com. 27. Juli 2016, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 4. September 2016).
  5. Ulrich Hartmann: Klug, schnell, torlos. In: sueddeutsche.de. 20. Juni 2016, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 4. September 2016).
  6. Andreas Breitenstein: Das Buch der bosnischen Weisheit. In: NZZOnline. 17. April 2016, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 4. September 2016).
  7. Christian Hackl: Koller: "Alle sind die Schweinemeter gelaufen". In: Der Standard digital. 19. Juni 2016 (URL, abgerufen am 4. September 2016).
  8. Buffon vergießt bittere Tränen. In: FAZ.NET. 3. Juli 2016, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 4. September 2016).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: vermoost