expressiv

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expressiv (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
expressiv expressiver am expressivsten
Alle weiteren Formen: Flexion:expressiv

Worttrennung:

ex·pres·siv, Komparativ: ex·pres·si·ver, Superlativ: am ex·pres·sivs·ten

Aussprache:

IPA: [ɛkspʁɛˈsiːf]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild expressiv (Info)
Reime: -iːf

Bedeutungen:

[1] ausdrucksvoll
[2] Linguistik, speziell Sprechakttheorie: Eigenschaft von Äußerungen, mit denen der Sprecher seine emotionale oder soziale Verbundenheit mit dem Angesprochenen zum Ausdruck bringen will.

Herkunft:

[1] im 18. Jahrhundert von französisch expressif → fr „ausdrucksvoll“ entlehnt, das auf lateinisch expressio → fr „Ausdruck“ zurückgeht[1]
[2] Der Begriff ist aus dem englischen expressive → en übernommen (20. Jahrhundert). Das englische Wort ist Teil von „expressive function“, der Übersetzung von Bühlers Begriff Ausdrucksfunktion.[2]

Synonyme:

[1] ausdrucksvoll, ausdrucksstark

Gegenwörter:

[2] repräsentativ, direktiv, kommissiv, deklarativ

Beispiele:

[1] Sie sprach mit sehr expressiver Betonung.
[1] „Was shit betrifft, ist dieses Wort möglicherweise drastischer als seine deutsche Entsprechung, und in seiner Einsilbigkeit mit dem kurzen Vokal und dem harten konsonantischen Ausgang ist es wohl auch expressiver und vielleicht schon deshalb schärfer (…).“[3]
[2] Aussagen, die einen Dank, einen Gruß, eine Beileidsbekundung beinhalten, sind expressive Akte.

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] expressiver Akt, expressiver Sprechakt

Wortbildungen:

Expressivität

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[(1)] Wikipedia-Artikel „expressiv
[2] Wikipedia-Artikel „Sprechakttheorie#Klassifikation von Sprechakten (Searle)
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „expressiv
[1] canoonet „expressiv
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalexpressiv
[1] The Free Dictionary „expressiv
[1] Duden online „expressiv

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „expressiv“.
  2. Helmut Glück (Herausgeber): Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005, ISBN 978-3-476-02056-7, Stichwort: „Expressiv“.
  3. Hans-Martin Gauger: Das Feuchte und das Schmutzige. Kleine Linguistik der vulgären Sprache. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-62989-1, Seite 80. Kursiv gedruckt: shit