erübrigen

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erübrigen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich erübrige
du erübrigst
er, sie, es erübrigt
Präteritum ich erübrigte
Konjunktiv II ich erübrigte
Imperativ Singular erübrige!
Plural erübrigt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
erübrigt haben
Alle weiteren Formen: erübrigen (Konjugation)

Worttrennung:

er·üb·ri·gen, Präteritum: er·üb·rig·te, Partizip II: er·üb·rigt

Aussprache:

IPA: [ɛɐ̯ˈyːbʀɪgŋ̍], Präteritum: [ɛɐ̯ˈyːbʀɪktə], Partizip II: [ɛɐ̯ˈyːbʀɪkt]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:

Bedeutungen:

[1] sich erübrigen: unwichtig (unnötig, überflüssig) werden durch jüngst erworbene Erkenntnisse, durch neue Umstände
[2] etwas erübrigen: etwas durch Sparsamkeit übrig behalten, etwas einsparen, etwas nicht aufbrauchen
[3] veraltet: zu tun übrig bleiben

Herkunft:

zu übrig, verdrängt im 16. Jahrhundert das ältere erübern[1][2]

Beispiele:

[1] „Art. 25 EVHGB erübrigt sich angesichts der Übergangsbestimmung des vorgeschlagenen § 907 Abs. 4 UGB.“[3]
[1] „Die Daten fließen direkt, ein Datenzwischenspeicher erübrigt sich.“[4]
[2] „Was also von dem jährlichen Volkseinkommen nicht verzehrt, sondern erübrigt wird, tritt dem Volksvermögen hinzu und vermehrt dasselbe.“[5]
[3] „Indem wir hiemit unsere Bemerkungen über die Einrichtung einer Zettelbank in Württemberg beschliessen, erübrigt uns, die Frage der Controle durch die Regierung noch etwas näher zu berühren.“[6]

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „erübrigen
[1, 2] canoo.net „erübrigen
[1, 2] The Free Dictionary „erübrigen
[1, 2] Duden online „erübrigen
[2, 3] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „erübrigen

Quellen:

  1. Duden online „erübrigen
  2. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „erübern
  3. Christian Zib, Stephan Verweijen: Das neue Unternehmensgesetzbuch. WUV Universitätsverlag, Facultas Verlags- und Buchhandels AG, Wien 2006, Seite 349.
  4. Stefan Hesse: Lexikon Automatisierung der Arbeitssysteme. Expert-Verlag, Deutschland 1994, Seite 155. ISBN 3-8169-0989-2
  5. Moritz Karl Ernst von Prittwitz: Die Kunst reich zu werden, oder gemeinfaßliche Darstellung der Volkswirthschaft. Verlag von Heinrich Hoff, Mannheim 1840, Seite 451 folgende.
  6. Zeitschrift für die gesammte Staatswissenschaft. 13. Band, Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, Tübingen 1857, Seite 647.