entsprießen

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entsprießen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich entsprieße
du entsprießt
er, sie, es entsprießt
Präteritum ich entspross
Konjunktiv II ich entsprösse
Imperativ Singular entsprieß!
entsprieße!
Plural entsprießt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
entsprossen sein
Alle weiteren Formen: Flexion:entsprießen

Anmerkung zum Gebrauch:

Dieses Verb wird hauptsächlich in der dritten Person Singular und Plural verwendet. In der Literatur finden sich jedoch auch andere Verbformen.

Alternative Schreibweisen:

Schweiz und Liechtenstein: entspriessen

Worttrennung:

ent·sprie·ßen, Präteritum: ent·spross, Partizip II: ent·spros·sen

Aussprache:

IPA: [ɛntˈʃpʁiːsn̩]
Hörbeispiele:
Reime: -iːsn̩

Bedeutungen:

[1] intransitiv: aus etwas oder einem Untergrund sprießen
[2] intransitiv, bildlich: aus etwas hervorgehen

Herkunft:

Erbwort von mittelhochdeutsch entsprieʒen → gmh[1]
Wortbildung: Derivation (Ableitung) des Verbs sprießen mit dem Präfix ent-

Synonyme:

[1] aufkeimen, hervorsprießen
[2] entstammen, hervorgehen

Oberbegriffe:

[1] wachsen
[2] stammen

Beispiele:

[1] … , nur um dann zu staunen: „Ein wenig Wasser nur – und Blumen entsprießen der Wüste.“[2]
[1] Es verwundert, dass aus dieser Erde nach jedem Regen immer noch Blumen und Pflanzen anstatt Kriegspferde, Rüstungen, Pfeile, Panzer und Flugzeuge entsprießen.[3]
[1] »Alles, was der Erde entsprießt, hat seine besondere Zweckbestimmung und trägt nach Kräften bei zur Vollendung der Gesamtschöpfung. Nichts ist umsonst, nichts unnütz, was der Erde entsprießt. … oft bietet das nämliche, was dir schädlich ist, Vögeln und wilden Tieren eine unschädliche Nahrung.«[4]
[2] Dieser Ehe entsprossen ein Sohn und eine Tochter.[5]
[2] Der Ehe entsprossen 16 Kinder, Rudolf, der älteste Sohn des Kaiserpaares, kam am 18. Juli 1552 zur Welt.[6]
[2] Vermagst du das dahin geströmte Wasser an seine Quelle zurückzuleiten; vermagst du, in den Schoß der Mutter zurückzukehren, aus dem du entsprossest?[7]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] der Erde entsprießen
[2] einer Ehe, Familie entsprossen

Wortbildungen:

Konversionen: Entsprießen, entsprießend, entsprossen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „entsprießen
[1] canoo.net „entsprießen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonentsprießen
[1] The Free Dictionary „entsprießen
[1] Duden online „entsprießen

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 501, Eintrag „entsprießen“.
  2. Markus Keuschnigg: "Königin der Wüste": Aus Liebe immer tiefer in die Wüste. In: DiePresse.com. 10. September 2015, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 13. September 2015).
  3. Namo Aziz: Die Kurden? - Nie gehört! - Debatte. Brief an den amerikanischen Präsidenten George W. Bush. In: Welt Online. 8. Juli 2003, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 13. September 2015).
  4. http://www.bodenfruchtbarkeit.org/326.html:+Zitat. Forschungsinstitut für biologischen Landbau, abgerufen am 13. September 2015.
  5. Friedrich Kurrent: „Nimm dir ein Beispiel am Achi“. In: DiePresse.com. 22. Mai 2015, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 13. September 2015).
  6. Gerhard Roth: Der begehbare Traum. In: DiePresse.com. 13. April 2007, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 13. September 2015).
  7. Johann Genersich: Eusebios. Für Freunde der Religion. 2. Band, Brünn 1824, Seite 287 (alte Schreibweisen im Zitat: ‚entsproßest‘, zitiert nach Google Books).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: ersprießen